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04:30 min
Podcast: Study Snacks – Pneumologie

Pirfenidon bei Bronchiolitis-obliterans-Syndrom nach Lungentransplantation | Study Snacks – Pneumologie #032

Das Bronchiolitis-obliterans-Syndrom (BOS) ist eine der häufigsten und gefürchtetsten Komplikationen nach einer Lungentransplantation. Charakteristisch ist ein fortschreitender Abfall der Lungenfunktion, gemessen am FEV1-Wert – mit gravierenden Folgen für die Betroffenen und einer deutlichen Einschränkung der Langzeitprognose des Transplantats. Bislang fehlen wirksame Therapieoptionen, um diesen chronischen Funktionsverlust aufzuhalten. Könnte das antifibrotisch wirkende Pirfenidon, das bereits bei der idiopathischen Lungenfibrose etablierten Stellenwert hat, hier neue Perspektiven eröffnen?
Sexuelle Gesundheit stärken: Hessen setzt auf Prävention, HPV-Impfung und niedrigschwellige Testangebote. ©tiagozr/stock.adobe.com
Wackelt die Kontraindikation?

Testosterontherapie nach Prostatektomie bei niedriggradigem Karzinom – neuer Diskussionsstoff

Eine randomisierte Phase-II-Studie weckt Zweifel an der strikten Kontraindikation für eine Testosterontherapie nach einer Prostatektomie aufgrund eines Prostatakarzinoms. Bei sorgfältig ausgewählten Männern mit niedriggradigem Tumor nach Prostatektomie verbesserten sich sexuelle Aktivität, Stimmung und körperliche Leistungsfähigkeit – ohne biochemisches Rezidiv im Beobachtungszeitraum. Doch das Studienkollektiv war klein, das Follow-up kurz – reicht dies aus, um das Vorgehen in der Praxis anzupassen?
Darminnenansicht abstrakt
Neue Ansätze für Infektionsforschung

Darm-Organoide: Schleimbarriere schützt vor EPEC-Infektionen

Ein Berliner Forschungsteam hat mit Darm-Organoiden einen natürlichen Abwehrmechanismus gegen enteropathogene Escherichia coli identifiziert. Die Schleimschicht der Darmschleimhautzellen bildet offenbar eine wirksame Barriere gegen den Erreger. Besonders für die Pädiatrie eröffnen sich damit neue Perspektiven in der Infektionsforschung.
Frau in mittleren Jahren hält Verhütungsmittel in der Hand
Menopause

Verhütung in den Wechseljahren: Wann Frauen aufhören können

Solange Frauen noch bluten, besteht weiterhin Schwangerschaftsrisiko. Eine Gynäkologin erklärt die klare Altersregel, ab wann Pille, Spirale oder Kondom wegfallen dürfen – und warum hormonelle Methoden den Beginn der Menopause verschleiern können.
Best sources of carbs on light gray background. Healthy food concept.
Gewichtsprobleme

Ernährung in den Wechseljahren: Welche Kost vor Gewichtszunahme schützt

Eine Auswertung der Nurses' Health Study II mit über 38.000 Frauen zeigt, welche Ernährungsmuster die menopausale Gewichtszunahme am wirksamsten bremsen. Pflanzenbasierte Kost, Mittelmeerdiät und ein niedriger Insulin-Index schneiden besonders gut ab – die Details für die Praxis.
llustration des menschlichen Darms mit hervorgehobenem Tumor im Dickdarm
Umweltgifte und Krebs

Darmkrebs bei Jüngeren: Pestizid Picloram als neuer Risikofaktor identifiziert

Steigt das Darmkrebsrisiko durch Pestizide? In Tumoren von Patienten unter 50 Jahren fanden sich gehäuft epigenetische Spuren des Unkrautvernichters Picloram – verbunden mit einem 1,56-fach erhöhten Erkrankungsrisiko. Auch Glyphosat, Atrazin und andere Herbizide gerieten dabei ins Visier der Forscher.
Abstrakte Darstellung eines weiblichen Oberkörpers mit blau leuchtenden, digitalen Linien und hervorgehobener Brustregion vor dunklem Hintergrund, ergänzt durch grafische Lichteffekte.
Weniger ist mehr

Frühes Mammakarzinom: PAM50-Test ermöglicht einen Verzicht auf Chemotherapie

Beim frühen ER+/HER2-negativen Mammakarzinom liefert die auf dem dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology, dem ASCO 2026, vorgestellte OPTIMA-Studie überzeugende Evidenz für eine personalisierte Therapiesteuerung: Bei Patient*innen ab 40 Jahren mit bis zu 9 befallenen Lymphknoten kann anhand des PAM50-Tests (ROR ≤60) in vielen Fällen sicher auf eine Chemotherapie verzichtet werden – ohne Einbußen beim krankheitsfreien Überleben.
DNA-Doppelhelix vor blau-orangem Hintergrund
Wie Schwerelosigkeit Lebergewebe verändert

Leberorganoide im All: ATAC-Sequenzierung enthüllt Genaktivität unter Schwerelosigkeit

Im Rahmen der DLR-Cellbox-Mission untersucht ein Dresdner Forschungsteam erstmals Maus-Leberorganoide unter realer Mikrogravitation im Erdorbit. Mittels ATAC-Sequenzierung wird sichtbar, welche Gene unter Schwerelosigkeit und kosmischer Strahlung aktiv sind – mit Potenzial für neue Erkenntnisse in Strahlenschutz und regenerativer Medizin.
leuchtende abstrakte Leber in den Händen
Lebererkrankungen früh ausbremsen

Leberfibrose: γδ-T-Zellen und dendritische Zellen als neue Therapieziele

Bei cholestatischen Leberschäden treiben dendritische Zellen und seltene γδ-T-Zellen über Interleukin-17 Entzündung und Fibrose voran. Eine Würzburger Einzelzell-Analyse macht diesen Zell-Dialog erstmals sichtbar und zeigt, wie sich die Kettenreaktion unterbrechen lässt – mit Perspektive auf gezielte Therapien bei Cholangitis und weiteren Lebererkrankungen.
Darmmikrobiom mit Bakterien im Hintergrund
Im Fokus

Darmmikrobiom bei CED: KI ebnet Weg zur personalisierten Therapie

Das Darmmikrobiom rückt bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zunehmend in den Fokus personalisierter Therapieansätze. Im NRW-Verbundprojekt MikrobiomProCheck entwickeln Forschende KI-basierte Analysen von Genen, Metaboliten und Proteinen aus Stuhlproben. Damit sollen künftig individuelle Behandlungen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa möglich werden – und Koloskopien zur Verlaufskontrolle ersetzt.
Laborantin mit Schutzkleidung und Maske hantiert mit Pipette
Präzisionsmedizin für PSC

Primär sklerosierende Cholangitis: Pathoblocker als neuer Therapieansatz

Ein Forschungsteam aus Hannover entwickelt im Projekt StopPSC maßgeschneiderte Pathoblocker, die bakterielle Sialidasen in den Gallengängen gezielt hemmen sollen und damit erstmals eine ursachennahe Therapie der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) ermöglichen könnten. Der Ansatz basiert auf optimierten Grippemedikamenten und soll die Prognose deutlich verbessern.
Human intestines colon organ shape with hands. Digestive tract p
Schluss mit dem Begriffs-Wirrwarr

Darmgesundheit: Internationale ISAPP-Definition schafft erstmals Klarheit

Ein internationales ISAPP-Expertengremium mit Beteiligung der Universität Hohenheim legt erstmals eine einheitliche wissenschaftliche Definition von Darmgesundheit vor. Der Konsensus schafft eine gemeinsame Basis für Forschung, Diagnostik und Patientenkommunikation und zeigt zugleich, warum Mikrobiomanalysen allein keine belastbare Beurteilung erlauben.