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Mehrere Hände halten farbige Schleifen vor rosa Hintergrund:
Wer ist besonders gefährdet?

Wachsende Gruppe von Krebsüberlebenden – wachsendes Risiko für Zweittumoren

Um rund 22% wird die Zahl der Krebsüberlebenden in den nächsten 10 Jahren steigen, so US-amerikanische Schätzungen. Eine überstandene Krebserkrankung bedeutet aber bekanntermaßen nicht automatisch Entwarnung. Alter, Geschlecht und die erste Tumorart beeinflussen maßgeblich, wie hoch das Risiko für einen weiteren, unabhängigen Krebs ist - eine Erkenntnis, die wichtige Impulse für eine gezieltere Nachsorge liefert.
Person in ruhiger Meditationshaltung auf einer Yogamatte
Krebs besiegt – Lebensqualität gewonnen

Yoga statt Tabletten: Bessere Schlafqualität, weniger Fatigue und Angst

Sanftes Yoga zeigt in der onkologischen Nachsorge bemerkenswerte Effekte: Bereits 2 Yoga-Sitzungen pro Woche können Schlafstörungen, Fatigue, Angst und Stimmungsstörungen messbar lindern – und damit eine nicht medikamentöse Option für gleich 4 zentrale Folgesymptome eröffnen, wie jetzt auf dem ASCO Annual Meeting 2026 zu hören war. Damit sei Yoga ein kostenkünstiger und niederschwelliger nicht medikamentöser Ansatz, der Krebsüberlebenden aktiv angetragen werden sollte, so das Fazit der Autorinnen und Autoren der präsentierten Studie.
Mehrere weiße Tassen mit klarer, gelblicher Gemüsebrühe
Fasten gegen Chemoresistenz

Ovarialkarzinom: Kurzzeitfasten verdreifacht Chemo-Ansprechen

Kurzzeitfasten und Ovarialkarzinom: Beim fortgeschrittenen, high-grade serösen Ovarialkarzinom (HGSOC) gilt Insulin als möglicher Treiber von Tumorprogression und Chemoresistenz. Kurzzeitfasten (short-term fasting, STF) könnte über eine Suppression insulingetriebener Survival-Signale die Wirksamkeit zytotoxischer Therapien steigern – belastbare klinische Daten fehlten dazu bislang. Eine jetzt auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellte Pilotstudie aus Rom liefert nun erstmals einen klaren Hinweis: Fasten wirkt.
Naturheilmittel in der Schwangerschaft
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Naturheilmittel in der Schwangerschaft: Nutzung, Beratung und Relevanz für die geburtshilfliche Praxis

Fast jede zweite Schwangere greift zu Naturheilmitteln – meist auf Empfehlung der Hebamme und häufig ohne ärztliche Rücksprache. Eine aktuelle Erhebung des Evangelischen Klinikums Bethel zeigt, welche Präparate bevorzugt werden, welche Informationsquellen dominieren und warum konventionelle Medikamente in der Schwangerschaft auf Skepsis stoßen. Für die geburtshilfliche Praxis ergeben sich daraus konkrete Ansatzpunkte für Anamnese, Aufklärung und interdisziplinäre Beratung.
Zusätzlicher Schutzmechanismus?

GLP-1-Agonisten bei Brustkrebs: Bessere Überlebensraten bei Adipositas und Diabetes

Brustkrebspatientinnen können mit einer Therpaie mit GLP-1-Rezeptorantagonisten ihr Rezidiv- und Mortalitätsraten reduzieren – sofern sie gleichzeitig stark übergewichtig oder an einen Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Damit wird die Substanzklasse durchaus onkologisch interessant, auch wenn die aktuelle Studienlage noch keine Aussagen darüber zulässt, ob der Effekt rein auf die metabolische Kontrolle durch die „Abnehmspritze" zurückzuführen ist, oder ob eventuell auch darüber hinausgehende Schutzeffekte eine Rolle spielen.
Stilisierte anatomische Darstellung der Bauchspeicheldrüse mit angrenzenden Strukturen vor einem Hintergrund aus Tabletten
Wird die Bestimmung des RAS-Status ins Zentrum der Therapieplanung rücken?

RAS-Inhibitor Daraxonrasib verdoppelt Überleben bei metastasiertem Pankreaskarzinom

Mit Daraxonrasib steht in der Zweitlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms erstmals eine zielgerichtete orale Option zur Verfügung, die das mediane Gesamtüberleben gegenüber der Standard-Chemotherapie verdoppelt und das Sterberisiko um 60% senkt. Diese Daten aus der RASolute-302-Studie wurden gerade im Rahmen des Jahreskongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago präsentiert. Klinisch besonders relevant: Schmerzen und Lebensqualität bleiben länger stabil, Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen sind selten. Da über 90% der duktalen Adenokarzinome des Pankreas RAS-Mutationen aufweisen, eröffnet sich ein breit anwendbarer Therapieansatz – ein möglicher Paradigmenwechsel?
Molekülmodell eines Proteins
Darm-Hirn-Achse

Parkinson und CED: KI-Projekt sucht molekulare Verbindungen

Das Erlanger Projekt AI-PREDICT nutzt künstliche Intelligenz und Deep Learning, um molekulare Signaturen aufzuspüren, die Parkinson und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verbinden. Ziel ist eine Risikostratifizierung Jahre vor dem Auftreten erster Parkinson-Symptome – und eine Blaupause für die Erforschung weiterer Komorbiditäten.
Plazenta nach der Geburt auf blauem OP-Tuch
Geburtshilfe Forschung

Vorzeitige Plazentaablösung: Erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko bei Kindern

Eine Analyse der PACER-Kohorte mit fast drei Millionen Schwangerschaften zeigt ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Kindern, die unter einer Plazentaablösung geboren wurden. Die Hazard-Ratio für kardiovaskuläre Mortalität liegt bei 4,64 – mit dem größten Anstieg im ersten Lebensjahr.
Faltige Hand eines alten Mannes auf einem Gehstock
Altersbedingte Dysbiose

Darmmikrobiom im Alter: Immunüberwachung steuert Dysbiose

Darmmikrobiom und Altern: Forschende des Leibniz-Instituts in Jena präsentieren in „PLoS Biology" eine neue Hypothese zur altersbedingten Dysbiose. Demnach verliert nicht das Mikrobiom selbst sein Gleichgewicht – vielmehr lässt die Immunüberwachung nach, sodass dominante Mikroorganismen die Oberhand gewinnen. Ein Ansatz mit Folgen für künftige Mikrobiomtherapien.
Eine blau behandschuhte Hand hält ein transparentes Probengefäß mit gelber Urinprobe vor weißem Hintergrund.
Personaliserte Nachsorge

Liquid Biopsy bei Blasenkrebs: Tumor-DNA im Urin sicher nachweisen

Ein verfeinerter Urintest könnte neue Präzision in die Nachsorge des nicht muskelinvasiven Blasenkrebses bringen: Durch die statistische Korrektur des sogenannten Feldeffekts lässt sich tumorassoziierte DNA verlässlich von harmlosen Hintergrundmutationen unterscheiden. Damit könnte man Rückfallrisiken frühzeitig identifizieren, was neue Möglichkeiten für eine risikoadaptierte, personalisierte Therapieplanung eröffnet.
Laparoskopie im OP-Saal
OP aufschieben – aber zu welchem Preis?

Akute Appendizitis ohne OP: Langzeitrisiken neu bewertet

Bei akuter Appendizitis muss nicht zwingend sofort operiert werden – ein konservatives Vorgehen gewinnt in der Praxis an Bedeutung. Doch wie verlässlich ist diese Strategie auf lange Sicht? Eine kanadische Kohortenstudie mit über 13.000 nicht operierten Patienten zeigt nun, dass Notfall-Reinterventionen seltener auftreten als bislang angenommen. Dennoch unterzieht sich jeder fünfte Betroffene innerhalb von fünf Jahren einer elektiven Appendektomie.
Hirnmetastasen
Mammakarzinom Forschung

Hirnmetastasen bei Brustkrebs: Immunlandschaften sagen längeres Überleben voraus

Eine aktuelle Analyse des Tumormikromilieus identifiziert zwei Immunlandschaften, die mit einem verlängerten Überleben bei Brustkrebs assoziiert sind. Geweberesistente Gedächtnis-T-Zellen und geordnete Immunzellansammlungen rücken als prognostische Marker in den Fokus – mit Potenzial für personalisierte Therapien.