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Senioren und Pflegekräfte sitzen im Kreis und musizieren gemeinsam mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten wie Trommeln und Tamburinen in einem hellen Gemeinschaftsraum eines Pflegeheims.
Orientierungshilfe

Pflegeheim-Empfehlungsliste: 3.600 stationäre Einrichtungen im Überblick

FOCUS-Gesundheit veröffentlicht erstmals eine digitale Empfehlungsliste mit 3.600 stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Grundlage sind Selbstauskünfte, Prüfberichte des Medizinischen Dienstes und Reputationsdaten – sortierbar nach Postleitzahl. Die Empfehlungsliste bietet eine Orientierung bei der Suche und Auswahl von geeigneten Pflegeheimen und ist die erste Zusammenstellung ihrer Art.
Ein Blick ins Wartezimmer einer Hausarztpraxis
Gesundheitsreform

Hausarzt als verpflichtende erste Anlaufstelle geplant

Mit der geplanten Primärversorgungsreform bahnt sich eine spürbare Verschiebung der Versorgungsströme an: Der Hausarztkontakt wird zum Regeleinstieg, während fachärztliche Leistungen künftig stärker gesteuert erfolgen dürften. Zugleich rücken interprofessionelle Teams mit Physician Assistants und Advanced Practice Nurses in den Fokus – das soll Delegationsspielräume erweitern, verändert aber auch Rollen- und Zuweisungsstrukturen im ambulanten Sektor.
Frau hält sich Bauch
Kulturelle Hintergründe aktiv einbeziehen

Darm-Hirn-Interaktion: Soziokulturelle Faktoren prägen Symptome

Bauchschmerzen, Sodbrennen, Verstopfung – Störungen der Darm-Hirn-Interaktion betreffen weltweit rund 40 Prozent der Menschen. Eine aktuelle Arbeit im Rahmen der Rom-V-Kriterien zeigt nun, wie stark soziokulturelle Faktoren Wahrnehmung, Arztbesuch und Therapieerfolg beeinflussen – mit weitreichenden Konsequenzen für die gastroenterologische Praxis.
Eine durchgestrichene Zigarette liegt auf einem Notizzettel mit der handschriftlichen Aufschrift „Ab heute rauchfrei!"
„Rauchfrei im Mai" brachte über 19.000 Ausstiege

Lungenkrebs-Prävention: Mit strukturierten Programmen fällt ein Rauchstopp leichter

Strukturierte Programme wie „Rauchfrei im Mai" erhöhen die Erfolgsquote gegenüber unbegleiteten Ausstiegsversuchen um ein Vielfaches. Mehr als 19.000 Menschen nahmen 2026 an der Aktion teil, rund 17% blieben den gesamten Monat rauchfrei. Damit übertrifft das strukturierte Programm die Erfolgsquote unbegleiteter Ausstiegsversuche deutlich – ein wichtiges Signal für die ärztliche Rauchentwöhnungsberatung.
Ausgedrückte Zigarette mit Rauch
Weniger Nikotin, kein Mehrkonsum

Sind nikotinreduzierte Zigaretten der Weg aus der Tabakabhängigkeit?

Könnte eine drastische Reduktion des Nikotingehalts in Zigaretten das Rauchverhalten nachhaltig verändern – und damit Millionen Leben retten? Kritiker befürchten, Raucher könnten den geringeren Nikotingehalt schlicht durch mehr Zigaretten oder andere nikotinhaltige Produkte ausgleichen. Doch dies scheint tatsächlich nicht der Fall zu sein, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse. Ihr Ergebnis: Kompensatorisches Rauchen bleibt die Ausnahme, nicht die Regel.
Eine große Gruppe von Menschen bildet gemeinsam die Form eines Pfeils, der nach rechts zeigt – symbolisch für Lotsenfunktion und den gemeinsamen Weg zur Lungenkrebs-Früherkennung.
Hausärzte, Internisten und Pneumologen als Lotsen gefragt

Erstberatung zum Lungenkrebs-Screening extrabudgetär abrechnen

Hausärzte, Internisten und Pneumologen entscheiden maßgeblich mit, ob das seit April 2026 verfügbare Lungenkrebs-Screening seine lebensrettende Wirkung entfalten kann. Wer im Praxisalltag gezielt die Rauchgeschichte erfragt, identifiziert Anspruchsberechtigte und ebnet den Weg zur Früherkennung in einem noch heilbaren Stadium. Eine Qualifizierung als Erstberater ist mit überschaubarem Aufwand möglich und extrabudgetär abrechenbar.
Bewohner im Seniorenpflegeheim Sonnenhof sprechen mit dem Empathie-Roboter „Navel“, von den Bewohnern liebevoll Paul genannt.
Robotik in Pflege

Empathieroboter „Paul“ bringt mit seinen Kulleraugen ein Lächeln ins Pflegeheim

Im Seniorenheim Sonnenhof rezitiert Empathieroboter „Paul" Gedichte, erzählt Witze und aktiviert Bewohner. Sozialroboter wie „Paul" können den Pflegealltag bereichern und Einsamkeit lindern – die Pflegekrise lösen oder menschliche Zuwendung ersetzen werden sie jedoch nicht. Ethische Fragen und hohe Kosten bleiben dabei ebenso Teil der Debatte wie die Gewissheit, dass solche Systeme in einer alternden Gesellschaft langfristig zur Realität werden.
Holzwaage mit Würfeln
Nutzenbewertungen

G-BA-Nutzenbewertungen aus dem Juli 2026

Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Rotes Warndreieck mit Ausrufezeichen und zeigende Hand.
Durchstechflaschen mit Verbördelungsfehler

Libtayo®-Rückruf: Cemiplimab-Charge wegen Verschlussmangel sperren

Rückruf von Libtayo® (Cemiplimab) 350 mg: Regeneron zieht die Charge 8494100007 wegen eines Verbördelungsfehlers an den Durchstechflaschen zurück. Die Sterilität des Verschlusses ist nicht garantiert. Kliniken und onkologische Praxen müssen Bestände sofort sperren. Ersatzware wird kostenfrei bereitgestellt, sodass die Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten sichergestellt bleibt.
Ein Mann und eine Frau beim Nordic Walking
Aktualisierte S3-Leitlinie

Darmkrebs-Nachsorge: Strukturiertes Bewegungsprogramm verbessert Überleben

Bewegung nach Darmkrebs wird zum festen Bestandteil der Nachsorge. Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie erstmals angeleitete körperliche Aktivität. Grundlage sind Daten der CHALLENGE-Studie, die ein deutlich besseres krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben durch strukturiertes Training belegen.
Knoten in einer Brust grafische Darstellung
Cholesterinmedikation

Mammakarzinom: Besseres Überleben durch Statine?

Brustkrebspatientinnen können von Statinen profitieren, wie Studien zeigen. Aber gilt das pauschal für alle Tumorsubtypen?
Ein Schild mit der Aufschrift „ Praxis ist geöffnet“ hängt an der Eingangstür einer Arztpraxis.
Ambulante Versorgung

Kassenärzte warnen: Praxissuche wird für Patienten schwieriger

Die ambulante Versorgung steht immer stärker unter Druck: Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz rechnet mit einem jährlichen Honorarverlust von 90 Millionen Euro und warnt vor gravierenden Folgen des neuen Kassen-Spargesetzes. Besonders Pflegeheimversorgung, Kinderuntersuchungen und Praxisnachfolgen gerieten ins Wanken.