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Impfstoffampullen und Spritze auf einem gelben Impfpass – Symbolbild für die Hochdosis-Grippeimpfung bei Senioren.
Weniger Hospitalisierungen bei Senioren

Hochdosis-Grippeimpfstoff schützt Senioren besser vor Klinikeinweisungen

Der Hochdosis-Influenzaimpfstoff enthält die 4-fache Antigenmenge des Standardimpfstoffs – und hält, was er verspricht: Ältere Menschen müssen deutlich seltener wegen laborbestätigter Influenza, Pneumonie oder kardiorespiratorischer Komplikationen ins Krankenhaus. Die Gesamtsterblichkeit ändert sich dadurch allerdings nicht.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Darmreinigung neu gedacht

PEG-Ascorbat: Ein Liter genügt für die optimale Koloskopie

Eine niedrigvolumige Koloskopie-Vorbereitung mit nur einem Liter PEG-Ascorbat liefert in einer randomisierten Studie an 665 Patienten bessere Reinigungsergebnisse und höhere Akzeptanz als zwei oder vier Liter. Besonders im rechten Kolon zeigen sich Vorteile.
Schematische Darstellung einer CAR-T-Zelle
Neue Hoffnung bei AML

CAR-T-Zelltherapie bei AML – erste Komplettremissionen

Bei akuter myeloischer Leukämie (AML) blieb die CAR-T-Zelltherapie bislang ohne durchschlagenden Erfolg. Jetzt wurde auf dem Jahreskongress der European hematology Association (EHA 2026) in Stockholm ein neues, vielversprechendes Konzept vorgestellt: Mithilfe allogener RevDAR-T-Zellen und einem steuerbaren bispezifischen Aktivatormolekül ist es erstmals gelungen, Komplettremissionen mit MRD-Negativität zu erreichen. Ein praktikabler An-Aus-Mechanismus zur Toxizitätskontrolle ist ein großer Vorteil des Systems.
Rotes Warnsymbol unter einer Lupe
GLP-1-RA und SGLT2i praktisch gleichauf

DPP-4-Hemmer mit auffälligem Autoimmunprofil – von protektiv bis risikobehaftet

Moderne Antidiabetika unterscheiden sich nicht nur kardiorenal, sondern offenbar auch immunologisch. DPP-4-Inhibitoren zeigen dabei ein 2-ischneidiges Profil: weniger Psoriasis und Autoimmunthyreoiditis, aber mehr Dermatomyositis, bullöses Pemphigoid und Riesenzellarteriitis. GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Inhibitoren liegen dagegen praktisch gleichauf. it dies jetzt ein Argument dafür, das immunologische Risikoprofil bei der individuellen Substanzwahl mitzudenken?.
Marathon-Läufer
Endspurt mit Risiko

Plötzlicher Herzstillstand beim Marathon: Männer auf der Zielgeraden besonders gefährdet

Die letzten Meter eines Langstreckenlaufs sind offenbar die gefährlichsten – vor allem für männliche Läufer. Eine Pariser Registerauswertung über mehr als ein Jahrzehnt zeigt eine deutliche Häufung plötzlicher Herzstillstände im Schlusskilometer, verbunden mit einem auffälligen geschlechtsspezifischen Beschleunigungsmuster. Trotz umfangreicher kardiologischer Abklärung blieb bei knapp der Hälfte der Betroffenen die Ursache ungeklärt. Bemerkenswert hoch fiel hingegen die Überlebensrate aus – mit Implikationen für die medizinische Absicherung von Großveranstaltungen.
Ein Schild mit der Aufschrift „Baden auf eigene Gefahr“ steht am Ufer des Süßen Sees bei den See-Terrassen Seeburg
Frühe Bakterien-Saison

Früher Saisonstart bei Vibrionen-Infektionen – und schon zwei Todesfälle

Vibrionen-Infektionen an Nord- und Ostsee fordern 2026 bereits 2 Todesopfer: Das RKI registriert 17 Fälle und einen ungewöhnlich frühen Saisonstart. Betroffen sind vor allem ältere Menschen – bei Wassertemperaturen über 20 Grad vermehren sich die Bakterien in Oberflächengewässern rasant und werden zur unterschätzten Gefahr für Badegäste.
Hantavirus mit Nager im Hintergrund
Hantaviren – die unterschätzte neurologische Gefahr

Vom Nagerkot zur Hypophysenapoplexie – neurologische Facetten der Hantavirus-Infektion

Nach dem Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Mai 2026 rücken Hantaviren erneut in den Fokus – mit einer Letalität von bis zu 50 % beim pulmonalen Syndrom und einem breiten neurologischen Symptomspektrum, das vom Kopfschmerz über Meningoenzephalitis bis zur Hypophysenapoplexie mit plötzlichem Visusverlust reicht. Ein aktueller Review in JAMA Neurology bündelt, was zu Erregerspektrum, Pathophysiologie und Management bekannt ist – und weshalb Neurologen bei jedem schweren Fieber mit renalem oder pulmonalem Versagen auch an ZNS-Komplikationen denken sollten.
Nahaufnahme zweier Erwachsener, die nebeneinandersitzen und ihre Hände auf einem Knie ineinandergelegt halten.
Beziehungsstatus

Weniger Krebs bei Verheirateten?

Krebspatienten in einer Ehe haben Untersuchungen zufolge eine bessere Prognose. Aber kann die Beziehung auch vor Krebs schützen? Eine Studie hat untersucht, ob verheiratete Menschen seltener an Krebs erkranken - mit spannenden Ergebnissen.
Smartphone mit dem KI-Chatbot ChatGPT
Digitale Diagnostik im Visier von Stiftung Warentest

Symptom-Check per KI-Chatbot – Ärztliche Einordnung bleibt unverzichtbar

Immer mehr Patientinnen und Patienten kommen mit KI-generierten Verdachtsdiagnosen in die Sprechstunde. Doch was taugen die Diagnosen von Dr. Chatbot? ChatGPT, Gemini und Claude liefern in vielen Fällen brauchbare Einschätzungen. Das hat die Stiftung Warentest jetzt getestet. Doch Datenschutzlücken, Prompt-Abhängigkeit und Confirmation Bias machen die ärztliche Einordnung unverzichtbar.
Nahaufnahme einer Person im weißen Arztkittel mit Stethoskop, die mit den Händen mehrere transparente, ineinandergreifende Zahnräder in einer digitalen Darstellung berührt
Multimodale Therapie 2.0

Nur wer an vielen Stellschrauben dreht, verbessert die Therapie von GI-Tumoren

Multimodale Therapie, Immuncheckpoint-Inhibitoren und biomarkergeleitete Strategien verändern das Management von Ösophagus- und Magenkarzinomen. Um aber die Qualität der Behandlung dieser Tumore nachhaltig zu verbessen, sind darüber hinaus eine konsequente Versorgung der Patienten in Zentren und kreativere, stärker auf Biomarker ausgerichtete Studiendesigns notwendig.
Definition von Konsens auf einer Seite in einem Lexikon in englischer Sprache
Erstmals konkrete, praxisnahe Empfehlungen

Konsensuspapier zur sicheren Off-label-Anwendung inkretinbasierter Therapien bei Typ-1-Diabetes

Übergewicht und Adipositas betreffen inzwischen rund zwei Drittel der Menschen mit Typ-1-Diabetes – gleichzeitig erreichen weniger als 30% die HbA1c-Zielwerte. Immer häufiger kommen daher GLP-1- und duale GLP-1/GIP-Rezeptoragonisten off-label zum Einsatz. Ein internationales Expertengremium hat nun praxisnahe Empfehlungen zur sicheren adjunktiven Anwendung veröffentlicht: Sie umfassen Dosistitration, CGM-basierte Insulinanpassung, Ketonmonitoring sowie das Management gastrointestinaler und ophthalmologischer Risiken.
Der Schriftzug "Hepatitis B" in einem Impfpass, aufgenommen am 09.06.2015 in Stuttgart
Welt-Hepatitis-Tag

Nachholbedarf bei Hepatitis B und C: WHO fordert mehr Tests, Impfungen und Therapien

Zum heutigen Welt-Hepatitis-Tag mahnt die WHO mehr Forschung, konsequente Tests und breiteren Zugang zu Therapien an. 287 Millionen Menschen leben weltweit mit einer chronischen Virushepatitis, die unbehandelt in Leberzirrhose oder Leberkrebs münden kann – doch nur ein Bruchteil der Betroffenen wird tatsächlich behandelt.