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Neuste Artikel

Schwangere auf Waage
Übermäßige Gewichtszunahme

Hilfe per App für adipöse Schwangere

Adipositas geht bei Schwangeren sowie bei ihren Kindern mit gesundheitlichen Risiken einher. Eine Studie hat untersucht, ob eine App eine übermäßige Gewichtszunahme bei den Betroffenen verhindern kann.
Dialysegerät
Impulspapier zur Nierengesundheit

Nephrologen fordern nationales Register für Nierenkranke

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) mahnt in ihrem Impulspapier 2026 den Aufbau eines bundesweiten Nierenregistersystems an. Deutschland zählt zu den wenigen europäischen Ländern ohne Dialyseregister und lässt damit zentrale Versorgungsfragen unbeantwortet.
Das Wort Leitlinie steht in einer Blase, die von einer Person in Kittel und Stethoskop abgehört wird
Empfehlungen für alle Versorgungsbereiche – einheitlich und evidenzbasiert

GeriPAIN: Neue S3-Leitlinie für das Schmerzmanagement bei geriatrischen Patienten

Chronische Schmerzen im Alter werden häufig übersehen oder unterbehandelt – insbesondere bei kognitiven Beeinträchtigungen. Die neue S3-Leitlinie GeriPAIN gibt erstmals settingübergreifende, evidenzbasierte Empfehlungen zu Screening, Assessment und Therapie bei geriatrischen Patienten. Im Fokus stehen ein hierarchischer Erfassungsprozess mit systematischer Fremdeinschätzung, der Vorrang nicht medikamentöser Interventionen sowie eine besonders vorsichtige Pharmakotherapie nach dem Prinzip „start low, go slow".
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: KI liest Therapieantworten aus dem Darmmikrobiom

Wenn Stuhlproben künftig die Darmspiegelung ersetzen könnten, verändert das die Versorgung von CED-Patienten grundlegend. Im NRW-Verbundprojekt MikrobiomProCheck verknüpfen Forschende der Universität Bielefeld klinische Daten, Genomanalysen und KI-gestützte Bioinformatik, um Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gezielter zu diagnostizieren und individuell zu behandeln.
Steigende Münzstapel vor Börsenkurs-Chart
Aktie legt zu

Krebsmedikamente und Arzneien für seltene Erkrankungen treiben AstraZeneca-Umsatz

Krebsmedikamente und Arzneien gegen seltene Krankheiten treiben das Wachstum von Astrazeneca: Im 2. Quartal steigt der Umsatz um 6% auf 15,4 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis um 12%. Trotz Patentverlust bei Farxiga und Rückschlag mit Ultomiris hält der Konzern an seinen ehrgeizigen Zielen für 2030 fest.
Laborbefund mit der Diagnose Myelofibrose
Doppelte Signalweghemmung

Selinexor plus Ruxolitinib lässt Milz bei Myelofibrose stärker schrumpfen

Selinexor plus Ruxolitinib verdoppelte das Milzansprechen bei JAK-Inhibitor-naiven Myelofibrose-Patienten gegenüber Ruxolitinib allein - und lässt damit auf ein verlängertes Gesamtüberleben hoffen. Dies ist eines der wichtigsten der auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA 2026) in Stockholm präsentierten Ergebnisse der Phase-III-Studie SENTRY. Auch die Allellast wichtiger Treibermutationen sinkt unter der Kombination stärker – bei beherrschbarer Toxizität und einem ersten Signal für ein verbessertes Gesamtüberleben.
Zeichen für einen Rote Hand Brief
Rote-Hand-Brief

Eferox: Neue Zusammensetzung erfordert Kontrolle bei Umstellung

Ab August 2026 ist Eferox® (Levothyroxin-Natrium) in neuer Zusammensetzung mit dem zusätzlichen Hilfsstoff Maisstärke erhältlich. Wegen des engen therapeutischen Fensters von Levothyroxin empfiehlt der Aristo Pharma eine engmaschige Kontrolle der Schilddrüsenstoffwechsellage – inklusive TSH-Bestimmung 6–8 Wochen nach Umstellung.
Carsten Linnemann (CDU), designierter Bundesgesundheitsminister und bisheriger CDU-Generalsekretär
An Warkens Arbeit anknüpfen

Linnemann als neuer Gesundheitsminister: «Ich traue mir das zu»

Carsten Linnemann übernimmt das Bundesgesundheitsministerium und stellt sich damit einer Aufgabe, die er im Mai selbst noch skeptisch sah. Der CDU-Politiker will an die Reformschritte seiner Vorgängerin Nina Warken anknüpfen und betont: Das Ressort sei zu einem der zentralen Reformressorts der Bundesregierung geworden.
Arzt hält die Hand eines älteren Krebspatienten
Globale Gesundheitsdaten

Lebenserwartung weltweit gestiegen: Mehr Jahre, aber länger krank

Lebenserwartung und Gesundheitsspanne driften auseinander: Menschen leben laut einer Lancet-Analyse aus 204 Ländern deutlich länger als 1990 – verbringen aber im Schnitt fast elf Jahre bei schlechter Gesundheit. Besonders wohlhabende Länder wie die USA, Australien und auch Deutschland weisen eine wachsende Krankheitskluft auf.
HPV-Impfstoffampullen und Spritze
Nahezu vollständiger Rückgang

HPV-Impfung reduziert Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs drastisch

HPV-Impfung wirkt – dies wurde jetzt auf nationaler Ebene dokumentiert: Zwischen 2020 und 2024 ist in England keine geimpfte Frau im Alter von 20–24 Jahren mehr an einem Zervixkarzinom verstorben. Das schulbasierte Impfprogramm, das dort 2008 eingeführt wurde, senkte HPV-Infektionen bei Jugendlichen um 90% – und bei Impfquoten von bis zu 90% sank die Sterblichkeit durch Gebärmutterhalskrebs in der jüngsten Altersgruppe um 100%. Ein starkes Signal!
Aspirin-Tabletten
Einfacher, günstiger, gleich sicher

ASS-Monotherapie nach Hüft- und Knie-TEP der Rivaroxaban-Strategie ebenbürtig

Nach totaler Hüft- oder Knieendoprothese reicht Acetylsalicylsäure allein zur Prävention symptomatischer venöser Thromboembolien aus – das legen die Daten der doppelblinden, randomisierten EPCAT-III-Studie nahe, die gerade auf dem Kongress 2026 der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) als Late-Breaker präsentiert wurden. Gegenüber einem initialen 5-tägigen Rivaroxaban-Kurs mit anschließender ASS-Prophylaxe zeigten sich weder Wirksamkeits- noch Sicherheitsnachteile. Die niedrigen VTE- und Blutungsraten sprechen für eine deutliche Vereinfachung der postoperativen Thromboseprophylaxe im klinischen Alltag.
Eine medizinische Fachperson zeigt mit einem Finger auf eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs auf einem Tablet; auf der linken Lungenhälfte ist ein auffälliger, farblich hervorgehobener Bereich zu sehen, daneben liegt ein Stethoskop
Marker mit Gewicht

PD-L1 bleibt „Taktgeber“ bei der Therapie des fortgeschrittenen NSCLC

Beim fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinom bleibt PD-L1 der entscheidende Biomarker für die Therapiesteuerung. Studien wie PACIFIC oder die KEYNOTE-Studien 024, 189 und 407 belegen den klaren Nutzen einer PD-L1-gestützten Stratifizierung. Bei Hochexprimierern stellt sich sogar schon die Frage, ob eine Chemotherapie überhaupt noch erforderlich ist.