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Wecker auf weißem Teller mit Besteck
Zwischen Nutzen und Risiko

Intervallfasten und Co.: Wann wird Fasten gefährlich?

Intervallfasten gilt als gesunder Trend, doch der Grat zwischen Nutzen und Risiko ist schmal. Wer nach Uhrzeit statt nach Hungergefühl isst, riskiert Heißhunger, Essanfälle und ein gestörtes Körpergefühl. Besonders bei Neigung zu restriktivem Essverhalten kann Fasten problematisch werden – diese Warnsignale sollten Sie kennen.
Medizinische Illustration des Darms mit einem Tumor im Dickdarm
Nachsorge bei Darmkrebs

Darmkrebsrezidiv: Frühes Wiederauftreten erhöht Sterberisiko deutlich

Darmkrebsrezidiv und Prognose: Eine Analyse mit über 34.000 operierten Patienten zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und dem Mortalitätsrisiko. Vor allem im ersten postoperativen Jahr ist die Gefahr besonders hoch – mit konkreten Konsequenzen für die Nachsorgestrategie und das Therapiefenster.
Bunte Kapseln mit Mineralstoff- und Vitaminsymbolen im Kreis angeordnet.
Wechseljahre Social Media

Menopause auf Instagram: Was wirklich hinter den Empfehlungen steckt

Eine Analyse von 1.000 Instagram-Posts zeigt, dass nur knapp jeder fünfte Beitrag von qualifizierten Ärzten stammt. Über zwei Drittel bewerben Markenprodukte – häufig mit intransparenten Mischungen und heterogener Studienlage. Was das für die Beratung in der gynäkologischen Praxis bedeutet.
Die Rechtsanwälte des Angeklagten, Klaudia Dawidowic (l-r), Ria Halbritter und Christoph Stoll, stehen beim Mordprozess gegen einen Palliativarzt, der in Berlin 15 Menschen getötet haben soll, im Landgericht Berlin.
Mordprozess Berlin

Palliativarzt: Mordanklage in 15 Fällen – 184 Zeugen vernommen

Seit fast elf Monaten verhandelt das Landgericht Berlin gegen einen 41-jährigen Mediziner, der 15 schwerstkranke Patienten mit tödlichen Medikamentencocktails ermordet haben soll. Toxikologische Gutachten, abgehörte Gespräche und Hinweise des Pflegedienstes belasten den Angeklagten schwer – weitere Anklagen sind möglich.
Podcast Cover: Study Snacks Gastroenterologie 1200x627
05:51 min
Podcast: Study Snacks – Gastroenterologie

Zanzalintinib-Atezolizumab verbessert Gesamtüberleben bei Patienten mit kolorektalem Karzinom | Study Snacks – Gastroenterologie #055

Das metastasierte Kolorektalkarzinom zählt nach wie vor zu den prognostisch ungünstigsten Tumorerkrankungen: Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei lediglich rund 15 %. Während Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Tumoren mit Defekten im DNA-Reparatursystem deutliche Fortschritte gebracht haben, profitiert die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten bislang nicht von diesen Therapien. Etablierte Monotherapien wie Regorafenib, Trifluridin-Tipiracil oder Fruquintinib erzielen ein medianes Gesamtüberleben von gerade einmal sieben Monaten – der Bedarf an wirksamen neuen Behandlungsoptionen ist also hoch.
Schematische Darstellung der Prostata
Hormontherapie hinauszögern

PSMA-Therapie beim Prostatakarzinom: 20 Monate länger progressionsfrei

Die PSMA-Radioligandentherapie zeigt in der niederländischen BULLSEYE-Studie auch im hormonsensitiven, oligometastasierten Stadium des Prostatakarzinoms beeindruckende Ergebnisse: Das progressionsfreie Überleben stieg von 5 auf 25 Monate, die belastende Hormontherapie ließ sich deutlich hinauszögern – bei guter Verträglichkeit der Behandlung.
Mehrere Hände von Personen in medizinischer Kleidung liegen übereinander - Zusammenhalt, Teamarbeit, Konsens
Länger leben mit weniger Belastung

Oligometastasierter Krebs: Zwei neue patientenrelevante Studienendpunkte definiert

Klassische Studienedpunkte wie das progressionsfreie Überleben bilten den Nutzen metastasengerichteter Therapien nicht ausreichend ab. Eine internationale Expertengruppe hat nun 2 neue Messgrößen definiert, die behandlungsfreie Zeit und minimale Nebenwirkungen erfassen – Faktoren, die für Patienten unmittelbar relevant sein können. Ihr Konsenspapier, so die Studienautoren, markiere einen Paradigmenwechsel in der Krebsvorschung.
Mikroskopbild von 1971 zeigt Neisseria gonorrhoeae Bakterien, die die Geschlechtskrankheit Gonorrhö verursachen.
Sexuell übertragbare Infektionen

Gonorrhö und Syphilis in Europa auf Rekordhoch

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC schlägt Alarm: 2024 wurden in Europa so viele sexuell übertragbare Infektionen registriert wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Gonorrhö- und Syphilis-Fälle erreichen neue Höchststände, und auch die Zahl konnataler Syphilis-Infektionen hat sich nahezu verdoppelt. Welche Risikogruppen besonders betroffen sind und worauf Fachärztinnen und Fachärzte bei Diagnostik und Prävention jetzt achten sollten.
Darstellung eines Kopfes mit einem Wecker anstelle des Gehirns vor einem farblich geteilten Hintergrund; der Tag wird mit einem hellen Roséton, die Nacht in dunkelblau mit Sternen symbolisiert
Zirkadiane Rhythmen in der Krebstherapie

„Früher Vogel“ – Wirkt die Immuntherapie morgens besser?

Die innere Uhr beeinflusst weit mehr als nur Schlaf und Hormone – offenbar auch das Ansprechen auf Checkpoint-Inhibitoren. Wer PD-1- und PD-L1-Blocker früh am Tag erhält, hat deutlich bessere Überlebenschancen. Der Effekt zieht sich durch nahezu alle untersuchten Tumorentitäten – und könnte einen pragmatischen Ansatz für die onkologische Praxis darstellen.
Vernetztes Europa - Europäische Union, Handel, Digitalisierung
Deutschland "dümpelt" im Mittelfeld

Vermeidbare Todesfälle in Deutschland: der Rückstand zu Westeuropa wächst

Deutschland konnte in den vergangenen Jahren Fortschritte bei der Senkung vermeidbarer Todesfälle erzielen – doch der Abstand zu den in diesem Ranking führenden westeuropäischen Ländern wie der Schweiz hat sich sogar vergrößert. Besonders der Nordosten Deutschlands fällt als dauerhafter Hotspot auf. Neben der Versorgungsqualität sind es vor allem sozioökonomische Faktoren, aber auch fehlende Präventionsstrategien, die die Unterschiede erklären.
Ärztin oder Radiologin betrachtet ein Mammografie-Bild am Befundungsmonitor
4 Jahrzehnte Nachbeobachtung

Mammografie-Screening verschiebt Stadienverteilung – Brustkrebsmortalität sinkt europaweit

Seit Ende der 1970er-Jahre wurden in Europa flächendeckend Mammografie-Screeningprogramme etabliert – mit messbaren Folgen für Inzidenz und Mortalität des Mammakarzinoms. Eine populationsbasierte Auswertung aus 21 Ländern zeigt nun, wie sich Stadienverteilung und Sterblichkeit über vier Jahrzehnte entwickelt haben. Während in-situ- und Stadium-I-Karzinome deutlich häufiger entdeckt werden, gehen fortgeschrittene Tumoren und Brustkrebstodesfälle zurück – allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern.
Ein übergewichtiges junges Paar steht eng zusammen und ist mit einem Maßband umwickelt.
Metabolische Risikofaktoren in den Fokus rücken

Darmkrebs bei jungen Erwachsenen: Adipositas und Diabetes als Risikotreiber

Darmkrebs trifft zunehmend auch junge Erwachsene unter 50 Jahren. Eine internationale Metaanalyse mit Daten von über 117.000 Personen rückt in diesem Zusammenang 5 metabolische Risikofaktoren in den Fokus: Adipositas erhöht das Risiko um 45%, aber auch Typ-2-Diabetes, Hyperlipidämie, arterielle Hypertonie und das metabolische Syndrom sind eng mit der steigenden Inzidenz verknüpft. Prävention und Screening müssen daher früher ansetzen.