Ungeplante Kaiserschnitte gehen häufig mit ausgeprägten akuten Stressreaktionen einher – deutlich stärker als nach vaginalen oder geplanten Operationen. Neue Studiendaten zeigen, wie stark die psychische Belastung je nach Geburtsphase variiert und warum Fachärzte diese frühen Stresssignale gezielt berücksichtigen sollten.
Akuter Stress nach ungeplantem Kaiserschnitt: Wie stark Mütter belastet sind
Kaiserschnittgeburten sind längst keine Ausnahme mehr. Und dennoch sind die psychischen Auswirkungen auf betroffene Mütter noch nicht umfänglich erforscht. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Verlauf der Geburt außerplanmäßig zu einem Kaiserschnitt kommen muss.
Stressniveau steigt bei ungeplanten Sectio‑Entscheidungen deutlich an
Circa eine von fünf Frauen muss sich Experten zufolge in den Vereinigten Staaten einem außerplanmäßigen Kaiserschnitt unterziehen – mit dem Ziel, die mütterliche und neonatale Morbidität und Mortalität zu verringern.
Eine aktuelle Studie hat sich nun intensiv mit den Stressreaktionen und der Frage befasst, ob dieser Stress mit späteren psychischen Auswirkungen assoziiert ist. Dazu bezogen sie 1.146 Patientinnen ein, die im Durchschnitt 31 Stunden nach der Geburt in einem 13-Punkte-Fragebogen Auskunft zu psychischem Stress gaben. Bewertet wurden die Antworten auf einer Skala von null bis vier, wobei vier die höchste Belastung bedeutete.
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