Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Berberin zeigt keine Fett-Reduktion – aber positive Effekte auf Lipide
Adipositas und MASLD

Berberin zeigt keine Fett-Reduktion – aber positive Effekte auf Lipide

|von Simone Ritter

Adipositas und metabolisch assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) rücken zunehmend in den Fokus therapeutischer Forschung – nicht zuletzt, weil viele Patienten trotz Lebensstilinterventionen nur unzureichend auf etablierte Maßnahmen ansprechen. Vor diesem Hintergrund wird seit einiger Zeit auch Berberin als potenzieller Wirkstoff zur Beeinflussung metabolischer Parameter diskutiert. In einer Studie aus China zeigte der Wirkstoff nun bei adipösen, diabetesfreien Personen mit MASLD keine Reduktion des viszeralen Fettgewebes oder des Leberfettanteils. Dagegen wurden moderate, aber signifikante Verbesserungen im Lipidprofil und bei Entzündungsmarkern beobachtet.

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Berberin führte in der Studie zu signifikanten Reduktionen von LDL-Cholesterin, Apolipoprotein B und „high-sensitivity“ C-reaktives Protein – trotz fehlender Effekte auf viszerales und hepatisches Fett. (© alexandralex2007/stock.adobe.com)

An der multizentrischen, randomisierten, placebokontrollierten Studie nahmen 337 Erwachsene an 11 Kliniken in China teil. Alle wiesen Adipositas und MASLD auf, waren aber nicht an Diabetes erkrankt. Sie erhielten über 6 Monate entweder täglich 1 g Berberin oder Placebo. Primäre Endpunkte waren die relative Veränderung des viszeralen Fettgewebes („visceral adipose tissue“, VAT) und die absolute Veränderung des hepatischen Fettgehalts, jeweils mittels CT bestimmt.

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