Startseite Innere Medizin metBMI statt BMI: So lässt sich das metabolische Risiko präziser einschätzen
Adipositas assoziierte Folgeerkrankungen im Blick

metBMI statt BMI: So lässt sich das metabolische Risiko präziser einschätzen

|von Simone Ritter

Eine aktuelle Multi-Omics-Analyse aus Schweden legt die Grenzen des klassischen Body-Mass-Index (BMI) bei Adipositas offen: Bis zu 20% der formal Normalgewichtigen könnten ein bislang unerkanntes metabolisches Risiko tragen. Der neu entwickelte metabolische BMI (metBMI) verspricht eine deutlich präzisere Einschätzung von Fettverteilung und Stoffwechselstörungen – auch bei normalgewichtigen Personen.

Der klassische Body-Mass-Index bildet das individuelle metabolische Risiko bei Adipositas nur unzureichend ab. (© Vitalii Vodolazskyi/stock.adobe.com)

Der BMI wird seit Jahrzehnten als einfacher Parameter zur Einordnung des Körpergewichts genutzt. Ab einem Wert über 30 kg/m² spricht man definitionsgemäß von Adipositas. Nach den Daten von Chakaroun bildet der Body-Mass-Index (BMI) jedoch das individuelle Risiko für adipositasassoziierte Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Fettleber oder kardiovaskuläre Erkrankungen häufig nicht adäquat ab. Zentrale Probleme liegen in der fehlenden Differenzierung zwischen Fett und Muskelmasse sowie in der Nichtberücksichtigung der Fettverteilung. Insbesondere viszerales Fett im Bauchraum und an den Organen ist entscheidend für das metabolische Risiko.

Auch wenn 2 Menschen einen ähnlichen BMI haben, können sie ein sehr unterschiedliches Stoffwechselprofil aufweisen.

Rima Chakaroun

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