Neben den bekannten Risikofaktoren für ein Ovarialkarzinom wie einer familiären Veranlagung, Mutationen in den BRCA1- und BRCA2-Genen oder Kinderlosigkeit, wurde schon lange vermutet, dass auch Umweltfaktoren das Erkrankungsrisiko beeinflussen. Eine bevölkerungsbasierte Studie aus Kanada bestätigt diese Vermutung nun und fand ein deutlich erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs bei Frauen, die über viele Jahr ein Friseursalons oder Kosmetikstudios arbeiteten.
Friseurinnen und Kosmetikerinnen haben erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs
Ein Team um Lisa Leung von der Universität in Montreal hatte dafür 491 Frauen, die zwischen 2011 und 2016 aufgrund eines Ovarialkarzinoms an einem Krankenhaus in Montreal behandelt worden waren, mit 897 Frauen gleichen Alters verglichen, die nicht an Eierstockkrebs erkrankt waren. Grundlage für die Studie war die Vermutung, dass das Erkrankungsrisiko für ein Ovarialkarzinom nicht allein durch genetische Prädispositionen, sondern auch durch Umweltfaktoren bedingt werde. So gibt es Hinweise darauf, dass bei Frauen, die aus weniger industrialisierten Ländern einwandern, das Erkrankungsrisiko steigt.
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