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Die Erstlinie ist entscheidend

Therapiesequenz beim metastasierten Mammakarzinom: Wirksamste Optionen zuerst

Neue Subtypen, neue Wirkstoffe, neue Regeln: Beim metastasierten Mammakarzinom entscheidet die frühe Wahl der wirksamsten Substanz maßgeblich über den Therapieerfolg. Biomarkergesteuerte Konzepte – von der Dreierkombination mit Inavolisib bei PIK3CA-Mutation bis zur frühen Intervention bei ESR1-Mutation – erweitern das Spektrum deutlich. Antikörper-Drug-Konjugate lösen die klassische Chemotherapie in immer mehr Linien ab und verschieben sie weit nach hinten.

Eine erhobene Hand hält eine rosafarbene Schleife, das internationale Symbol für Brustkrebsbewusstsei.
Die frühe Wahl der wirksamsten Substanz kann den Krankheitsverlauf beim metastasierten Mammakarzinom entscheidend verändern.(© ActionGP - stock.adobe.com)

Beim metastasierten Mammakarzinom bietet sich inzwischen je nach Hormonrezeptor- und HER2-Status eine Palette von Therapiemöglichkeiten, die spätestens ab der 2. Linie biomarkergesteuert eingesetzt werden. Bei HER 2- und triple-negativem Brustkrebs (BC) verdrängen Antikörper-Drug-Konjugate zusehends die Standard-Chemotherapie. Wichtig sei vor allem, „das Beste immer zuerst“ zu geben, weil pro Therapielinie etwa 15% der Patientinnen verloren gehen, betont Prof. Nadia Harbeck, München. Einige Frauen wünschen keine Therapie mehr, bei anderen verändere sich die Lebensperspektive. „Wenn man etwas Gutes für nachfolgende Therapien aufsparen möchte, und dann kommt die Patientin nicht wieder, haben Sie ihr nicht geholfen!“

Neue Differenzierung des HER2-Status

Die Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms (MBC) erfolgt nach Subtypen, insbesondere Hormonrezeptor- und HER2-Status, wobei letzterer neu definiert wurde mit einer weitergehenden Differenzierung in HER2-low und HER2-zero: „Seit 2023 gab es allein 7 Neuzulassungen für HR+ HER2-low oder HER2- Brustkrebs – aus Industriesicht ist dies ein umkämpfter Markt, aus Patientinnensicht bieten sich viele neue Chancen.“

FAQ – Häufige Fragen aus der Praxis

Pro Therapielinie gehen etwa 15% der Patientinnen verloren – sei es durch Therapieabbruch, veränderte Lebensperspektive oder Progress. Wer wirksame Substanzen für spätere Linien aufspart, riskiert, sie der Patientin gar nicht mehr anbieten zu können.

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