Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Weniger Zweit-OPs bei Morbus Crohn dank Biologika und Thiopurinen
Wandel in der Rezidivprophylaxe

Weniger Zweit-OPs bei Morbus Crohn dank Biologika und Thiopurinen

|von Simone Ritter

Nach einer ileokolischen Resektion bei Morbus Crohn drohen erneute Rezidive – und häufig weitere Eingriffe. Daten aus dem spanischen ENEIDA-Register über drei Dekaden belegen jetzt einen klaren Wandel in der postoperativen Versorgung: Thiopurine und Biologika werden deutlich häufiger sowohl zur Prävention als auch zur Therapie eines postoperativen Rezidivs eingesetzt. Parallel dazu sank das kumulative chirurgische Rezidivrisiko nach zehn Jahren von 17% auf 9%. Ein strukturiertes, risikoadaptiertes Vorgehen verändert damit den Langzeitverlauf.

Operation
Postoperatives Management bei Morbus Crohn: Biologika und Thiopurine senken das Risiko für erneute Darmresektionen deutlich. (© hin255/stock.adobe.com)

Der Morbus Crohn (MC) verläuft in vielen Fällen trotz optimierter medikamentöser Therapie progredient und mündet häufig in eine ileokolische Resektion. Nach dem Eingriff drohen jedoch endoskopische, klinische und chirurgische Rezidive – die postoperative Rezidivprophylaxe hat daher zentrale Bedeutung. Mit Einführung der Anti-TNF-Therapie und weiterer Biologika hat sich das Behandlungsspektrum deutlich erweitert. Ob und wie sich diese Veränderungen in der Versorgungsrealität niederschlagen und welchen Einfluss sie auf die Rate erneuter Operationen haben, war bislang wenig untersucht.

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