Unklare hiläre Gallengangstrikturen bleiben eine der schwierigsten diagnostischen Situationen in der Hepatologie – besonders bei Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis. Bürstenzytologie, FISH und CA 19-9 liefern zu oft unklare Befunde und verzögern kurative Therapieoptionen. Ein aktueller Übersichtsartikel beleuchtet, wie proteomische, genomische, methylomische, metabolomische und lipidomische Analysen aus Galle, Serum und Bürstenmaterial die Diagnostik des perihilären Cholangiokarzinoms auf eine neue molekulare Grundlage stellen könnten.
Omics-Diagnostik beim perihilären Cholangiokarzinom: Wege aus der diagnostischen Grauzone
Das perihiläre Cholangiokarzinom (pCCA) macht bis zu 50–60% aller Cholangiokarzinome aus und ist prognostisch besonders ungünstig: Die mediane Überlebenszeit liegt bei 5,2 Monaten, ein 5-Jahres-Überleben von 65,1% ist nur bei operativ resezierten und anschließend transplantierten Patienten erreichbar – weniger als 40% gelten bei Erstdiagnose als operabel. Umso wichtiger ist eine frühe, sichere Diagnose. Die aktuellen Leitlinien von AASLD und EASL empfehlen weiterhin die histologische oder zytologische Sicherung mittels Bürstenzytologie kombiniert mit Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) sowie den Serummarker CA 19-9.
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