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Autoimmunerkrankungen

Systemische Autoimmunerkrankungen zählen zu den komplexesten Krankheitsbildern der Rheumatologie. Der Themenbereich umfasst Erkrankungen wie den systemischen Lupus erythematodes (SLE), die systemische Sklerose, das Sjögren-Syndrom, die Dermato- und Polymyositis sowie Mischkollagenosen.

Im Fokus stehen aktuelle Erkenntnisse zu Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie sowie die vielfältigen Organmanifestationen dieser Erkrankungen. Die Beiträge unterstützen dabei, neue Studienergebnisse, Biomarker und Behandlungsstrategien differenziert einzuordnen und evidenzbasiert in die klinische Praxis zu übertragen.

Neuste Artikel

Nahaufnahme von Händen mit verfärbten Fingern als Zeichen eines Raynaud-Syndroms, einem typischen Frühsymptom der systemischen Sklerose.
Instrument für die Routineversorgung und Forschung

Frühes Monitoring bei systemischer Sklerose per mDAI zahlt sich aus

Der modifizierte EUSTAR Disease Activity Index (mDAI) erlaubt bei systemischer Sklerose eine klinisch belastbare Stratifizierung nach Krankheitsaktivität. Besteht eine aktive Erkrankung, entwickeln Betroffene deutlich häufiger und schneller Haut-, Lungen- und Herzbeteiligungen – und benötigen intensivere immunsuppressive sowie antifibrotische Therapien. Ein frühes Aktivitätsmonitoring wird damit zum entscheidenden Baustein der Versorgung, dieses Fazit zogen Experten auf dem EULAR-Kongress 2026 in London.
Eine stilisierte Holzfigur stemmt sich mit ausgestreckten Armen und gebeugtem Körper gegen eine große graue Kugel, auf der in Großbuchstaben „AUTOIMMUNE DISEASE“ steht.
Kortison-Ausstieg lohnt sich

Glukokortikoide bei Vaskulitiden – früh ausschleichen oder doch fortführen?

Glukokortikoide sind der Eckpfeiler der Erstbehandlung bei Vaskulitiden und dienen dazu, Entzündungen schnell unter Kontrolle zu bringen und lebenswichtige Organe zu schützen. Dies ist den Empfehlungen der EULAR – der Europäischen Allianz der Rheumatologieverbände – klar zu entnehmen. Die Evidenzbasis zu ihrer Anwendung wächst jedoch weiter: Auf dem EULAR-Kongress 2026 stand insbesondere die Langzeitanwendung von Glukokortikoiden im Fokus.
systemischer Lupus erythematodes
Präziser definieren, gezielter behandeln

SLE und APS: Neue Definitionen und Biomarker schärfen Diagnostik und Risikostratifizierung

Systemischer Lupus erythematodes (SLE) und Antiphospholipid-Syndrom (APS) überschneiden sich klinisch häufig. Trotz therapeutischer Fortschritte fehlen weiterhin tragfähige Definitionen für refraktäre Verläufe und verlässliche Biomarker für klinisch relevante Subgruppen. Auf dem Jahreskongress 2026 der EULAR (European Alliance of Associations for Rheumatology) in London standen 3 Ansätze im Fokus: eine pragmatische Definition des schwer refraktären SLE, Autoantikörpersignaturen für die kardiovaskuläre Risikostratifizierung bei juvenilem SLE sowie ein neuartiger Autoantikörper beim seronegativen APS.