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Interventionelle Kardiologie

Der Themenbereich „Interventionelle Kardiologie“ bietet Ihnen kompakt aufbereitete Informationen zu modernen kathetergestützten Verfahren in der Diagnostik und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen. Im Fokus stehen praxisrelevante News, aktuelle Studiendaten und Leitlinien-Updates zu interventionellen Techniken wie Koronarinterventionen, strukturellen Herzinterventionen und innovativen minimalinvasiven Therapiekonzepten.

Sie erhalten schnell einen Überblick darüber, welche neuen Verfahren und Studienergebnisse für Ihre klinische Praxis von Bedeutung sind und welche Implikationen sich für Indikationsstellung, Durchführung und Nachsorge ergeben.

Neuste Artikel

Frühe Therapie zahlt sich aus

Frühe Statintherapie bei Typ-2-Diabetes senkt Demenzrisiko

Bei Menschen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes war der frühe Beginn einer Statintherapie in einer landesweiten dänischen Kohortenstudie mit 132.585 statin-naiven Patienten mit einem um 15% geringeren relativen Demenzrisiko über 10 Jahre assoziiert – deutlich stärker ausgeprägt als bei verzögertem Therapiebeginn. Besonders vaskulär bedingte Demenzen wurden seltener beobachtet. Die auf dem ESC Congress 2026 vorgestellten Daten liefern ein weiteres Argument gegen die verbreitete Therapieträgheit beim LDL-Cholesterin-Management.
Medizinische Illustration eines Herzens neben einem Längsschnitt durch eine Arterie mit Cholesterinablagerungen und verengtem Gefäßlumen
Prävention ja, Lebensverlängerung fraglich

Statine schützen Herz und Gefäße in der Primärprävention auch bei Betagten

Über 2 Jahrzehnte nach PROSPER liefert eine große Primärpräventionsstudie belastbare Daten für Menschen ab 70 Jahren ohne kardiovaskuläre Vorerkrankung, Diabetes oder Demenz: Atorvastatin senkte die Rate an schweren kardiovaskulären Ereignissen um relative 30% – auch bei den Hochbetagten und unabhängig vom LDL-Ausgangswert. Einen Gewinn beim behinderungsfreien Überleben gab es zwar nicht. Dafür bestätigt die Studie die gute Verträglichkeit von Statinen auch im höheren Lebensalter.
Koronardiagnostik auf dem Prüfstand

Intermediäre Koronarstenosen: Bildgestützte FFR hält mit Druckdraht mit

Die druckdrahtbasierte fraktionelle Flussreserve gilt als Referenz zur funktionellen Bewertung intermediärer Koronarstenosen – wird im klinischen Alltag aber nur zurückhaltend eingesetzt. Eine rein aus Angiografiebildern berechnete FFR könnte den Eingriff vereinfachen. Ob dieser bilddatenbasierte Ansatz auch klinisch mithalten kann, prüfte jetzt eine internationale Nichtunterlegenheitsstudie an knapp 2.000 Patienten im Herzkatheterlabor – mit klarem Ergebnis nach 12 Monaten.
Hand schieben einen Holzwürfel mit rotem Kreuz nach vorne, ein Würfel mit grünem Haken bleibt im Hintergrund
OPTIMAL-Studie rüttelt an der IVUS-Empfehlung

Hauptstamm-PCI: IVUS-Guidance ohne klinischen Mehrwert gegenüber Angiografie

Der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) gilt bei der perkutanen Koronarintervention (PCI) am ungeschützten linken Hauptstamm vielerorts als Standard – und wird in aktuellen Leitlinien mit Klasse-Ia-Empfehlung geführt. Eine internationale randomisierte Studie mit über 800 Patienten relativiert diese Position nun deutlich: Nach knapp 3 Jahren Nachbeobachtung zeigte sich kein Vorteil der IVUS-gestützten gegenüber der rein angiografisch gesteuerten Prozedur – weder bei Mortalität noch bei Myokardinfarkten oder Revaskularisationen. Auch die Schlaganfallrate überraschte.
Aufgeschnittene Avocadohälften mit Kern und grünem Fruchtfleisch liegen auf einer groben Stoffunterlage auf einem Holztisch.
Klinisch relevante Wirkung

Hält eine Avocado pro Tag den Blutzucker in Schach?

Ein nährstoffdichtes Lebensmittel statt aufwendiger Ernährungsumstellung – reicht das, um die glykämische Last der Alltagskost messbar zu senken? Eine 6-monatige randomisierte Studie an Erwachsenen mit erhöhtem Taillenumfang liefert hierzu Daten: Der tägliche Verzehr einer großen Avocado reduzierte die glykämische Last um knapp 14 Punkte – ohne weitere Ernährungsempfehlungen oder Verbotslisten. Eine einfache, gut umsetzbare Strategie mit potenziell relevanten kardiometabolischen Implikationen.