Wer keinen Hochschulabschluss hat, stirbt deutlich häufiger an Darmkrebs – das belegt eine Analyse mit über 101.000 jungen Erwachsenen. Einkommen, Ernährung und medizinische Versorgung sind die Faktoren, die wahrscheinlich eine tragende Rolle für diesen Zusammenang spielen. Sollte der Bildungsstand daher stärker als bisher als Risikomarker in Präventionsstrategien einfließen?
Darmkrebs: Geringe Bildung verdoppelt das Mortalitätsrisiko junger Erwachsener
Dass der sozioökonomische Status für die Darmkrebsmortalität eine Rolle spielt, haben verschiedene Studien bereits nachgewiesen. So zeigte sich etwa, dass Menschen, die in sozioökonomisch schwachen Stadtteilen in den USA leben, ein erhöhtes Mortalitätsrisiko haben, verglichen mit Darmkrebspatienten in besser situierten Stadtteilen.
Doch welche Rolle spielt das Bildungsniveau als Marker für den sozioökonomischem Status? Eine ebenso große, wie eine aktuelle Studie zeigt: Der Anstieg der Darmkrebsmortalität in den vergangenen 30 Jahren ist fast ausschließlich bei Menschen mit geringem Bildungsniveau zu verzeichnen.
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