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Diabetes, MASLD/MASH & Adipositas

Bariatrische Chirurgie oder GLP-1-Rezeptoragonist – wie würden Sie entscheiden?

|von Stephanie Schikora

Patienten mit Adipositas, MASLD/MASH und Typ-2-Diabetes profitieren sowohl von bariatrischer Chirurgie als auch von GLP-1-Rezeptoragonisten – doch je nach individuellem Risikoprofil kann eine Therapie im Vorteil sein.

Bariatrie oder GLP-1? Therapieentscheidung bei Hochrisikopatienten hägt vom Organrisiko ab.
Je nachdem ob die Niere oder die Leber im Fokus steht, sollte man bei Menschen mit Diabetes, MASLD/MASH & Adipositas entweder einen bariatrischen Eingriff oder eine Behandlung mit einem GLP-1-Rezeptoragnoisten ins Auge fassen. (© K.Oborny/Thieme)

Adipöse Menschen mit metabolischer Dysfunktion-assoziierter steatotischer Lebererkrankung (MASLD) oder metabolischer Dysfunktion-assoziierter Steatohepatitis (MASH), bei denen zusätzlich ein Typ-2-Diabetes besteht, zählen ohne Zweifel zu einer Hochrisiko-Patientenpopulation. Ihr Risiko für eine schwere Herz-Kreislauf- oder eine chronische Nierenerkrankung beträgt 50 bzw. 40%. Bis zu 20% entwickeln eine Leberzirrhose. Offen war bislang, ob diese Patienten eher von einem bariatrischen Eingriff oder von einer medikamentösen Therapie mit einem GLP-1-Rezeptoragnoisten profitieren. Jetzt gibt es zumindest erste Hinweise aus einer retrospektiven Kohortenstudie auf Basis von Patientendaten der TriNetX-Datenbank (n = 1290).

Die gute Nachricht: Egal für welche Form der Therapie Sie sich entscheiden – eine klare Fehlentscheidung ist es nicht. Denn weder 5 noch 10 Jahre nach dem Behandlungsbeginn konnten die Studienautoren signifikante Unterschiede bezüglich des Auftretens kardiovaskulärer Ereignisse zwischen den beiden Behandlungsalternativen finden. Auch die Blutdruckwerte waren in beiden Behandlungsarmen vergleichbar. Dennoch lohnt sich ein genauerer Blick auf das individuelle Risikoprofil eines Patienten mit Adipositas, MASLD/MASH und Diabetes, auch das lässt sich aus den Studienergebnissen ableiten.

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