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Steigende Inzidenz, gute Prognose

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien – die großen Unbekannten

|von Daniela Lukaßen-Held

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien (GEP-NEN) werden immer häufiger diagnostiziert – vor allem in frühen, nicht metastasierten Stadien. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Ontario nahm jetzt Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben über 2 Jahrzehnte in den Fokus.

Histologisches Bild eines neuroendokrinen Tumors aus einem Dünndarmpolypen
GEP-NEN werden zunehmend häufiger – meist in frühen, nicht metastasierten Stadien – diagnostiziert. (© David A Litman/stock.adobe.com)

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien, kurz GEP-NEN, sind sehr selten. Die World Health Organization, kurz WHO, klassifiziert sie in 3 Gruppen:

  • neuroendokrine Tumore (NET),
  • neuroendokrine Karzinome (NEC) und
  • gemischte neuroendokrine und nicht neuroendokrine Neoplasien (MiNEN)

Über die Ursache weiß man wenig. Da die Symptome oft unspezifisch sind, werden gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien oft erst spät entdeckt.

Zudem sind die Krankheitsverläufe sehr individuell. Die Behandlung erfolgt in Abhängigkeit der Art des Tumors, der Hormonaktivität und anderer Faktoren. In einer früheren Studie wurde untersucht, inwieweit eine Kombinationstherapie aus Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie und Chemotherapie die Prognose verbessern kann und kam hier zu guten Ergebnissen. Doch noch immer weiß man insgesamt wenig etwa hinsichtlich der Prognose.

Inzidenz mehr als vervierfacht – Daten aus zwei Jahrzehnten

Eine aktuelle Studie hat daher nun untersucht, wie sich Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben gastroenteropankreatischer neuroendokriner Neoplasien in den vergangenen 2 Jahrzehnten entwickelt haben. Einbezogen wurden 12.877 Menschen, bei denen zwischen 2000 und 2023 gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien neu diagnostiziert worden waren. Im Median waren die Betroffenen 61 Jahre alt. 16,5% der Teilnehmenden hatten bereits bei Diagnose synchrone Metastasen, weitere 10,9% entwickelten im Verlauf Metastasen.

Anhand der Kaplan-Meier-Methode schätzten die Wissenschaftler die Gesamtüberlebensrate und die kumulative Überlebensrate anhand kumulativer Inzidenzfunktionen. Erkennbar war ein Anstieg der Gesamtinzidenz zwischen 2000 und 2023 von 1,83 auf 7,46 pro 100.000 – ein 4,1-facher Anstieg (+306,9 %). Am häufigsten waren primäre GEP-NEN im

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