Knapp die Hälfte der 60- bis 99-Jährigen greift regelmäßig zu Alkohol, fast 10% berichten von Rauschtrinken – und der Konsum bleibt selten allein: Cannabis, Nikotin, Schmerzmittel und Stimulanzien kommen häufig hinzu. Mischkonsum, körperliche Schmerzen und psychische Belastungen sind eng verknüpft. Gerade körperlich und kognitiv vitale Senioren mit aktivem sozialem Leben tragen ein erhöhtes Risiko – werden im klinischen Alltag jedoch selten als suchtgefährdet wahrgenommen.
Ältere konsumieren immer öfter Alkohol mit Cannabis und Medikamenten
Der demografische Wandel verändert auch das Suchtgeschehen: Ältere Erwachsene stellen einen wachsenden Anteil der Bevölkerung – und konsumieren zunehmend Alkohol und andere Substanzen, häufig in Kombination. Eine aktuelle Längsschnittstudie aus Kalifornien, vorgestellt auf dem 49. wissenschaftlichen Jahrestreffen der Research Society on Alcohol (RSA) in San Antonio, liefert nun differenzierte Daten zu Prävalenz, Ko-Konsum und beeinflussenden Faktoren bei Menschen zwischen 60 und 99 Jahren [1].
„Die potenziellen Gesundheitskosten des Alkohol- und Substanzkonsums sind erheblich, während die Population älterer Erwachsener in den USA weiter wächst.“
Dr. Mallie J. Paschall, Berkeley.(Kalifornien; USA), Studienleiter
Mehrere Faktoren kommen aus Paschalls Sicht zusammen:
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