Regelmäßige Bewegung schützt Herz und Gefäße – doch bei extrem hohen Trainingsumfängen kippt der protektive Effekt offenbar ins Gegenteil. Eine belgische Querschnittsanalyse an knapp 4.000 Männern mittleren Alters zeigt eine kontinuierlich steigende Prävalenz von Vorhofflimmern und -flattern mit zunehmender kumulativer Ausdauerbelastung. Besonders auffällig: Nur eine einzige Sportart ließ sich unabhängig vom Trainingsumfang mit atrialen Arrhythmien in Verbindung bringen – und zwar nicht das Laufen oder Schwimmen.
Je mehr Ausdauersport, desto mehr Vorhofflimmern – Radfahrer besonders betroffen
Ein J-förmiger Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Vorhofflimmern (VHF) beziehungsweise Vorhofflattern (VHFla) wird seit Jahren diskutiert – ob und wie stark einzelne Sportarten dabei eine Rolle spielen, war bislang jedoch unklar. Ein Team um Jarne De Paepe aus Leuven hat nun Fragebogendaten aus der Screening-Phase der prospektiven Master@Heart-Studie ausgewertet. Eingeschlossen wurden 3.939 Männer über 45 Jahren, die Angaben zu Demografie, kardiovaskulären Risikofaktoren sowie zu aktuellen und früheren Trainingsumfängen machten. Als Ausdauersport zählten Laufen, Radfahren, Schwimmen, Rudern, Duathlon und Triathlon ab mindestens 1 Stunde pro Woche. Die Teilnehmer wurden anhand der über das gesamte Leben absolvierten Trainingsstunden in 4 Quartile eingeteilt: Q1 ≤ 1.778 h, Q2 1.779–5.977 h, Q3 5.978–12.231 h und Q4 > 12.231 h.
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