Zwei Jahre nach einer onkologischen Rehabilitation sind rund zwei Drittel der Krebspatienten im Erwerbsalter wieder berufstätig. Doch die Chancen auf eine erfolgreiche Rückkehr in den Job sind ungleich verteilt: Menschen mit niedrigem Einkommen, geringerem Bildungsniveau oder einfacher Tätigkeit schaffen den Wiedereinstieg deutlich seltener.
Welche Krebspatienten schaffen es nach der Reha zurück in den Job?
Viele Menschen stehen mitten im Berufsleben, wenn sie an Krebs erkranken. Die meisten von ihnen werden eine onkologische Rehabilitation wahrnehmen, um bald wieder an das Leben vor der Diagnose anzuknüpfen. Aber wie viele davon sind in der Lage, tatsächlich wieder berufstätig zu sein und vor allem wer? Das haben Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts untersucht, in dem sie Daten der Deutschen Rentenversicherung von 2014 bis 2021 analysierten. Hintergrund ist die Annahme, dass der sozioökonomische Status den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben maßgeblich beeinflusst.
Diese Annahme wurde in der Studie bestätigt. Sozioökonomisch benachteiligte krebskranke Menschen kehren demnach nach einer onkologischen Rehabilitation deutlich seltener ins Erwerbsleben zurück und sind stärker von den sozialen und finanziellen Folgen betroffen. Die Höhe des Einkommens vor der Erkrankung erwies sich dabei als stärkster sozioökonomischer Prädiktor.
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