Kontinuierliches Glukosemonitoring galt bislang vor allem als Werkzeug für insulinpflichtige Patienten. Die CONNECT-Studie stellt dieses Bild nun infrage: Bei nicht insulinpflichtigem Typ-2-Diabetes senkte Echtzeit-CGM den HbA1c-Wert deutlich stärker als die klassische Blutzuckerselbstmessung und brachte täglich rund fünf zusätzliche Stunden im Glukosezielbereich. Der Nutzen zeigt sich konsistent über alle Subgruppen – auch unter GLP-1-Rezeptoragonisten.
Kontinuierliches Glukosemonitoring auch bei nicht insulinpflichtigem Typ-2-Diabetes?
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Kontinuierliches Glukosemonitoring (CGM) hat sich bei Menschen mit Typ-1-Diabetes und bei insulinpflichtigem Typ-2-Diabetes längst als festes Element der Stoffwechselkontrolle etabliert. Für die große Gruppe der Typ-2-Diabetiker, die (noch) kein Insulin benötigen, war der Nutzen der Technologie bislang jedoch nur unzureichend belegt – gerade im hausärztlichen Setting, in dem der Großteil dieser Patienten betreut wird. Diese Lücke adressiert jetzt die randomisierte CONNECT-Studie – dass damit erstmals seit knapp 2 Jahrzehnten wieder Daten zu einem Echtzeit-CGM im New England Journal of Medicine publiziert wurden sei nur am Rande vermerkt, verweist aber auf die hohe Relevanz der adressierten Frage in der Praxis.
Randomisierte Prüfung im hausärztlichen Alltag
An 22 hausärztlichen Zentren in den USA nahmen insgesamt 283 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes teil – zwischen 21 und 84 Jahre alt, alle ohne Insulintherapie und mit einem HbA1c-Wert von mindestens 7,5%. Per Randomisierung wurden 145 Teilnehmer der CGM-Gruppe zugeteilt; die übrigen 138 verblieben bei der klassischen Blutzuckermessung aus der Fingerbeere, die sie im Schnitt rund dreimal pro Woche durchführten.
Als primärer Endpunkt galt der HbA1c-Wert nach 26 Wochen. Daneben wurden mehrere sekundäre Endpunkte hierarchisch getestet – darunter der Anteil der Zeit, den die Glukosewerte im Zielbereich zwischen 70 und 180 mg/dl verbrachten (Time in Range, TIR), sowie die Zeit mit Werten unterhalb von 70 bzw. 54 mg/dl. Damit die Messdaten beider Gruppen vergleichbar blieben, trugen alle Teilnehmer – unabhängig von ihrer Gruppenzuteilung – sowohl zu Studienbeginn als auch am Ende ein verblindetes CGM-Gerät.
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