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Neuste Artikel

Grafische Darstellung mit zahlreichen ineinander liegenden Symbolen für weiblich und männlich in Blau und Rosa auf unscharfem Hintergrund.
Organschutz ungleich verteilt

Gender Health Gap in der Diabetologie: Systemisches Defizit, kein Einzelfall

Frauen mit Typ-2-Diabetes erhalten lebensverlängernde, organschützende Therapien deutlich seltener als Männer – trotz häufig sogar größerem Nutzen. Real-World-Daten zeigen ein systematisches Versorgungsdefizit. Gleichzeitig belegt ein datenbasiertes Modell: Geschlechtersensible Präzisionsmedizin kann Therapieversagen um 38% reduzieren und Komplikationen wirksam senken.
Eine junge Frau sitzt auf einer Parkbank im Freien, trägt einen kontinuierlichen Glukosesensor am Oberarm und blickt auf ein aufgeklapptes Laptop auf dem Schoß.
Unterschätzter Einfluss der Hormone auf den Diabetes

Monatszyklus und Menopause erfordern therapeutisches Fingerspitzengefühl

Diabetes verläuft bei Frauen anders – und Hormone spielen dabei eine zentrale Rolle. so steigt der Insulinbedarf in der Lutealphase um bis zu 15% – moderne AID-Systeme bilden das nicht ab. In den Wechseljahren lösen sich vertraute Muster auf: Rund zwei Drittel der Frauen mit Typ-1-Diabetes berichten nach der Menopause über instabilere Glukoseverläufe. Eine zyklus- und lebensphasenadaptierte Diabetestherapie daher wäre dringend angeraten, in der Praxis bleibt dies jedoch in der Regel außen vor. Dies gilt es zu ändern.
Frau betrachtet einen Schwangerschaftstest auf dem Bett.
Später Kinderwunsch als zentraler Treiber

Immer mehr Frauen weltweit von Unfruchtbarkeit betroffen

Immer mehr Frauen können nicht auf natürlichem Weg schwanger werden. Laut einer aktuellen Studie hat sich die Zahl der von Unfruchtbarkeit betroffenen Frauen zwischen 35 und 49 Jahren seit 1990 weltweit nahezu verdoppelt. Die Forschenden rechnen bis 2036 mit einem weiteren deutlichen Anstieg. Als wichtiger Faktor gilt, dass viele Frauen ihren Kinderwunsch erst in einem Alter verwirklichen möchten, in dem die Fruchtbarkeit bereits spürbar sinkt.
Mehrere kleine rote Fähnchen auf dünnen Stäben sind auf einer weißen Fläche verteilt und stehen in unterschiedliche Richtungen.
Frühe Fenster für Prävention

PMOS und Gestationsdiabetes: Präventionspotenzial bleibt ungenutzt

Bis zu 15% der Frauen im fertilen Alter sind vom polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) betroffen, bis zu 70% davon undiagnostiziert. Rund 7% der Schwangeren entwickeln einen Gestationsdiabetes – mit 7- bis 10-fach erhöhtem späterem Typ-2-Diabetes-Risiko und verdoppeltem kardiovaskulärem Risiko. Beide Konstellationen sind klar erkennbare Frühwarnsignale, deren strukturierte Nachsorge in Deutschland jedoch bislang fehlt – und das hat weitreichende Folgen für die langfristige kardiometabolische Gesundheit von Frauen.
trauriges Smiley neben Stethoskop
McKinsey Umfrage

GKV 2026: Höchstbeiträge, leere Kassen – und die Versicherten sind sauer

Rekord-Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent, schmelzende Reserven und ein Fehlbetrag von 88 Euro je Versicherten: Die gesetzliche Krankenversicherung steht 2026 vor einer Zerreißprobe. Zugleich sinkt die Zufriedenheit der Versicherten dramatisch – der GKV-Check-up 2026 zeigt, wo Kassen jetzt handeln müssen.
Wartebereich mit Patientinnen und Ärztin im Hintergrund
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Krankschreibung ab Tag eins: DIW warnt vor mehr Fehltagen

Krankschreibung ab dem ersten Tag und Aus für die telefonische AU: Die Koalitionspläne gegen hohe Krankenstände könnten nach hinten losgehen. DIW-Ökonom Daniel Graeber warnt vor vollen Wartezimmern, mehr Ansteckungen und zusätzlichem Präsentismus – während die eigentlichen Kostentreiber Langzeit- und psychische Erkrankungen bleiben.
Infusionsflasche im Behandlungsraum
Personalisierte Therapie

Prosigna-Test bei Brustkrebs: Chemotherapie gezielt vermeiden

Die OPTIMA-Studie mit 4.429 Teilnehmenden zeigt, dass der Genexpressionstest auch bei nodal-positivem Mammakarzinom zuverlässig identifiziert, welche Patientinnen sicher auf eine adjuvante Chemotherapie verzichten können – ohne Einbußen beim krankheitsfreien Überleben.
Modell einer Gebärmutter
Gebärmutterkörperkrebs aktuell

Aktualisierte S3-Leitlinie Endometriumkarzinom: risikoadaptierte Therapie und molekulare Klassifikation

Die überarbeitete Empfehlung stellt die risikoadaptierte, molekular-basierte Therapie in den Mittelpunkt, präzisiert Indikationen zur Sentinel-Lymphadenektomie und definiert, wann auf adjuvante Chemo- oder Strahlentherapie verzichtet werden kann – für weniger Übertherapie und mehr Lebensqualität.
Frau mit Kaiserschnittnarbe hält Baby
Psyche nach der Geburt

Kaiserschnitt und psychische Folgen: Höheres Risiko für postpartale Erkrankungen

Eine Analyse von über 934.000 Geburten zeigt, dass Frauen nach geplanter und ungeplanter Sectio häufiger an postpartalen Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischem Stress erkranken als nach spontaner vaginaler Geburt. Warum die Entbindungsart eine engere Nachsorge rechtfertigt.
Louise Ammon und ihr Mann Tom stehen gemeinsam vor der Frauenklinik in Chemnitz.
Seltenes Babyglück

Vierlinge in Chemnitz: Spontane Mehrlingsgeburt in der 30. SSW

Auf natürlichem Weg empfangen, kamen Mio, Matti, Luke und Levi in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt. Der Fall zeigt die Herausforderungen höhergradiger Mehrlingsschwangerschaften und die Bedeutung spezialisierter Perinatalzentren für Frühchen und Risikoschwangere.
Frau bei der Krebsfrüherkennung
Krebsvorsorge Screening

Krebsfrüherkennung bei Frauen: Warum die Teilnahmequoten zu niedrig bleiben

Eine US-Studie mit über 68.000 Frauen zeigt erhebliche Lücken bei Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs-Screenings. Besonders die Darmkrebsvorsorge wird gemieden. Welche zwei Risikogruppen die Studie identifiziert und welche Strategien die Screeningquoten verbessern könnten.
Thermometer vor gleißender Sonne
Klimawandel

Hemmt Hitze das fötale Wachstum?

Der Klimawandel geht mit gesundheitlichen Folgen einher. Auch für Schwangere und ihre Kinder, wie eine Studie zeigt.

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