Gesundheitsbewusstsein
Gesunde Ernährung ist in der Schwangerschaft essenziell. Doch viele Schwangere erhalten kaum Beratung. Eine Studie zeigt, wie wichtig professionelle Empfehlungen sind.

Vollkornprodukte, viel Obst und Gemüse, gesunde Fette und Milchprodukte: Die Ernährung in der Schwangerschaft spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung des ungeborenen Kindes und den Gesundheitszustand der Mutter.
Aber Schwangere in Deutschland erhalten zu wenig Beratung hinsichtlich der richtigen Ernährung, wie eine Untersuchung zeigt. 3.363 Teilnehmerinnen beteiligten sich an der Studie. Die Rekrutierung erfolgte über soziale Medien. In einem Online-Fragebogen gaben die Frauen Auskunft über ihre Ernährung. Zudem machten sie Angaben dazu, woher sie ihre Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft bezogen hatten.
Mehr Ernährungsberatung dringend nötig
Im Anschluss wurde analysiert, inwieweit die von den Teilnehmerinnen berichteten Ernährungsgewohnheiten mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und des Netzwerks »Gesund ins Leben« des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) übereinstimmten. Die Auswertung zeigte: Schwangere orientieren sich zu selten an professionellen Richtlinien.
Zudem berichteten 52,10 Prozent der Teilnehmerinnen, dass sie während der Schwangerschaft „wenig“ Ratschläge zur Ernährung erhalten würden. 30,66 Prozent empfingen gar keine Beratung. 13,74 Prozent hingegen hatten eigenen Angaben zufolge eine umfassende Beratung bekommen. Lediglich 3,51 Prozent berichteten von einer sehr umfassenden Beratung. 68,66 Prozent jedoch gaben an, sie hätten ihre Ernährung mit Schwangerschaftsbeginn im Vergleich zu früher verbessert. Allerdings waren Entscheidungen für einen gesunden Lebensstil, wie zum Beispiel regelmäßiges Training, mit einer guten Beratung assoziiert. Wer häufiger umfassende Ratschläge erhielt, achtete zudem konsequenter auf eine gesunde Ernährung. Bei den meisten erfolgte die Beratung durch Gynäkologen oder durch Hebammen. Auch Apotheken wurden als Quelle genannt.
Was weitere Informationsquellen betraf, setzten viele Frauen auf Medien:
- Bücher und Broschüren
- Internet-Foren
- Aber auch Instagram spielte eine Rolle für die Beschaffung von Informationen.
Insgesamt zeigte sich ein großes Interesse für Ernährung unter den befragten Schwangeren. Dies spricht für die Notwendigkeit einer verstärkten Ernährungsberatung und Informationsunterstützung.
Von Daniela Lukaßen-Held
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