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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

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Bewohner im Seniorenpflegeheim Sonnenhof sprechen mit dem Empathie-Roboter „Navel“, von den Bewohnern liebevoll Paul genannt.
Robotik in Pflege

Empathieroboter „Paul“ bringt mit seinen Kulleraugen ein Lächeln ins Pflegeheim

Im Seniorenheim Sonnenhof rezitiert Empathieroboter „Paul" Gedichte, erzählt Witze und aktiviert Bewohner. Sozialroboter wie „Paul" können den Pflegealltag bereichern und Einsamkeit lindern – die Pflegekrise lösen oder menschliche Zuwendung ersetzen werden sie jedoch nicht. Ethische Fragen und hohe Kosten bleiben dabei ebenso Teil der Debatte wie die Gewissheit, dass solche Systeme in einer alternden Gesellschaft langfristig zur Realität werden.
Holzwaage mit Würfeln
Nutzenbewertungen

G-BA-Nutzenbewertungen aus dem Juli 2026

Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Rotes Warndreieck mit Ausrufezeichen und zeigende Hand.
Durchstechflaschen mit Verbördelungsfehler

Libtayo®-Rückruf: Cemiplimab-Charge wegen Verschlussmangel sperren

Rückruf von Libtayo® (Cemiplimab) 350 mg: Regeneron zieht die Charge 8494100007 wegen eines Verbördelungsfehlers an den Durchstechflaschen zurück. Die Sterilität des Verschlusses ist nicht garantiert. Kliniken und onkologische Praxen müssen Bestände sofort sperren. Ersatzware wird kostenfrei bereitgestellt, sodass die Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten sichergestellt bleibt.
Ein Mann und eine Frau beim Nordic Walking
Aktualisierte S3-Leitlinie

Darmkrebs-Nachsorge: Strukturiertes Bewegungsprogramm verbessert Überleben

Bewegung nach Darmkrebs wird zum festen Bestandteil der Nachsorge. Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie erstmals angeleitete körperliche Aktivität. Grundlage sind Daten der CHALLENGE-Studie, die ein deutlich besseres krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben durch strukturiertes Training belegen.
Knoten in einer Brust grafische Darstellung
Cholesterinmedikation

Mammakarzinom: Besseres Überleben durch Statine?

Brustkrebspatientinnen können von Statinen profitieren, wie Studien zeigen. Aber gilt das pauschal für alle Tumorsubtypen?
Impfstoffampullen und Spritze auf einem gelben Impfpass – Symbolbild für die Hochdosis-Grippeimpfung bei Senioren.
Weniger Hospitalisierungen bei Senioren

Hochdosis-Grippeimpfstoff schützt Senioren besser vor Klinikeinweisungen

Der Hochdosis-Influenzaimpfstoff enthält die 4-fache Antigenmenge des Standardimpfstoffs – und hält, was er verspricht: Ältere Menschen müssen deutlich seltener wegen laborbestätigter Influenza, Pneumonie oder kardiorespiratorischer Komplikationen ins Krankenhaus. Die Gesamtsterblichkeit ändert sich dadurch allerdings nicht.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Darmreinigung neu gedacht

PEG-Ascorbat: Ein Liter genügt für die optimale Koloskopie

Eine niedrigvolumige Koloskopie-Vorbereitung mit nur einem Liter PEG-Ascorbat liefert in einer randomisierten Studie an 665 Patienten bessere Reinigungsergebnisse und höhere Akzeptanz als zwei oder vier Liter. Besonders im rechten Kolon zeigen sich Vorteile.
Schematische Darstellung einer CAR-T-Zelle
Neue Hoffnung bei AML

CAR-T-Zelltherapie bei AML – erste Komplettremissionen

Bei akuter myeloischer Leukämie (AML) blieb die CAR-T-Zelltherapie bislang ohne durchschlagenden Erfolg. Jetzt wurde auf dem Jahreskongress der European hematology Association (EHA 2026) in Stockholm ein neues, vielversprechendes Konzept vorgestellt: Mithilfe allogener RevDAR-T-Zellen und einem steuerbaren bispezifischen Aktivatormolekül ist es erstmals gelungen, Komplettremissionen mit MRD-Negativität zu erreichen. Ein praktikabler An-Aus-Mechanismus zur Toxizitätskontrolle ist ein großer Vorteil des Systems.
Rotes Warnsymbol unter einer Lupe
GLP-1-RA und SGLT2i praktisch gleichauf

DPP-4-Hemmer mit auffälligem Autoimmunprofil – von protektiv bis risikobehaftet

Moderne Antidiabetika unterscheiden sich nicht nur kardiorenal, sondern offenbar auch immunologisch. DPP-4-Inhibitoren zeigen dabei ein 2-ischneidiges Profil: weniger Psoriasis und Autoimmunthyreoiditis, aber mehr Dermatomyositis, bullöses Pemphigoid und Riesenzellarteriitis. GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Inhibitoren liegen dagegen praktisch gleichauf. it dies jetzt ein Argument dafür, das immunologische Risikoprofil bei der individuellen Substanzwahl mitzudenken?.
Marathon-Läufer
Endspurt mit Risiko

Plötzlicher Herzstillstand beim Marathon: Männer auf der Zielgeraden besonders gefährdet

Die letzten Meter eines Langstreckenlaufs sind offenbar die gefährlichsten – vor allem für männliche Läufer. Eine Pariser Registerauswertung über mehr als ein Jahrzehnt zeigt eine deutliche Häufung plötzlicher Herzstillstände im Schlusskilometer, verbunden mit einem auffälligen geschlechtsspezifischen Beschleunigungsmuster. Trotz umfangreicher kardiologischer Abklärung blieb bei knapp der Hälfte der Betroffenen die Ursache ungeklärt. Bemerkenswert hoch fiel hingegen die Überlebensrate aus – mit Implikationen für die medizinische Absicherung von Großveranstaltungen.
Ein Schild mit der Aufschrift „Baden auf eigene Gefahr“ steht am Ufer des Süßen Sees bei den See-Terrassen Seeburg
Frühe Bakterien-Saison

Früher Saisonstart bei Vibrionen-Infektionen – und schon zwei Todesfälle

Vibrionen-Infektionen an Nord- und Ostsee fordern 2026 bereits 2 Todesopfer: Das RKI registriert 17 Fälle und einen ungewöhnlich frühen Saisonstart. Betroffen sind vor allem ältere Menschen – bei Wassertemperaturen über 20 Grad vermehren sich die Bakterien in Oberflächengewässern rasant und werden zur unterschätzten Gefahr für Badegäste.
Hantavirus mit Nager im Hintergrund
Hantaviren – die unterschätzte neurologische Gefahr

Vom Nagerkot zur Hypophysenapoplexie – neurologische Facetten der Hantavirus-Infektion

Nach dem Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Mai 2026 rücken Hantaviren erneut in den Fokus – mit einer Letalität von bis zu 50 % beim pulmonalen Syndrom und einem breiten neurologischen Symptomspektrum, das vom Kopfschmerz über Meningoenzephalitis bis zur Hypophysenapoplexie mit plötzlichem Visusverlust reicht. Ein aktueller Review in JAMA Neurology bündelt, was zu Erregerspektrum, Pathophysiologie und Management bekannt ist – und weshalb Neurologen bei jedem schweren Fieber mit renalem oder pulmonalem Versagen auch an ZNS-Komplikationen denken sollten.

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