Kleine, subsolide oder milchglasartige Lungenrundherde werden durch CT-Screening immer häufiger entdeckt – und stellen Thoraxchirurgen bei der minimalinvasiven Resektion vor ein logistisches Problem: Die klassische CT-gesteuerte Drahtmarkierung erfordert einen zweiten Eingriffsort, birgt Pneumothorax-Risiko und belastet die Patienten körperlich wie psychisch. Eine multizentrische Studie aus China prüfte jetzt, ob eine Augmented-Reality-geführte perkutane Lokalisation im OP – als Ein-Schritt-Verfahren unter Vollnarkose – der etablierten CT-Navigation ebenbürtig ist.
Augmented Reality im OP: Kleine Lungenknoten per Datenbrille orten – so gut wie die CT-Methode?
Die zunehmende Detektion kleiner pulmonaler Rundherde durch das Low-Dose-CT-Screening hat den Bedarf an präziser präoperativer Lokalisation für parenchymsparende sublobäre Resektionen deutlich erhöht. Die konventionelle computertomografisch (CT) gesteuerte perkutane Hakendrahtmarkierung gilt zwar mit Erfolgsraten von über 95 % als Referenz, ist aber an einen fragmentierten Ablauf gebunden: Punktion in der CT-Suite unter Lokalanästhesie, Transport des wachen Patienten mit einliegender Nadel in den OP, dort Einleitung der Vollnarkose und Resektion.
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