Nach Versagen einer Immuncheckpoint-Blockade fehlt beim fortgeschrittenen klarzelligen Nierenzellkarzinom bislang ein klar definierter Therapiestandard. Die Phase-III-Studie LITESPARK-011 liefert nun einen vielversprechenden Kandidaten: Die Kombination aus dem HIF-2α-Inhibitor Belzutifan und dem Multikinaseinhibitor Lenvatinib verlängerte das progressionsfreie Überleben gegenüber Cabozantinib um rund 4 Monate.
Belzutifan plus Lenvatinib schlägt Cabozantinib beim vorbehandelten Nierenzellkarzinom
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Beim fortgeschrittenen klarzelligen Nierenzellkarzinom (clear-cell renal cell carcinoma, ccRCC) hat sich die Kombination aus Immuncheckpoint-Inhibitoren und Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) in der Erstlinie fest etabliert. Doch was folgt, wenn die Erkrankung unter oder nach einer Anti-PD-1- oder Anti-PD-L1-Therapie fortschreitet? Für diese Situation existiert bislang kein klar definierter Standard. Häufig wird Cabozantinib gewählt, robuste Vergleichsdaten fehlten aber.
Vielversprechend erschien den Autoren der LITESPARK-011-Studie daher eine orthogonale Hemmung der Angiogenese-Signalwege: Belzutifan blockiert als HIF-2α-Inhibitor einen zentralen Signalweg, den Tumorzellen zur Adaptation an hypoxische Bedingungen nutzen, während Lenvatinib als VEGF-Tyrosinkinase-Inhibitor die nachgeschaltete Gefäßneubildung unterbindet (VEGF: vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor). Ziel dabei war es, die Wirksamkeit gegenüber einer alleinigen gefäßgerichteten Therapie zu steigern.
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