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Moderat statt maximal

Koffein und Herz: Wann Kaffee schützt und wann er schadet

|von Simone Ritter

Ein neues Scientific Statement der American Heart Association ordnet die kardiovaskulären Effekte von Koffein systematisch ein. Bis zu 400 mg pro Tag – entsprechend 3 bis 5 Tassen Kaffee – gelten für die meisten Erwachsenen als sicher und sind mit einem niedrigeren Risiko für KHK, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und Typ-2-Diabetes assoziiert. Ungefilterter Kaffee, hochdosierte synthetische Präparate und Energydrinks bergen dagegen kardiovaskuläre Risiken.

Kaffee
Moderater Kaffeekonsum bis 400 mg Koffein täglich gilt laut AHA-Statement als kardiovaskulär unbedenklich und teils protektiv. (© chayathon2000/stock.adobe.com)

Koffein zählt zu den weltweit am häufigsten konsumierten psychoaktiven Substanzen – meist über Kaffee, Tee, Softdrinks oder Energydrinks. Für die kardiovaskuläre Praxis ist die Substanz seit Jahrzehnten ein Zankapfel: Zwischen akuter Blutdrucksteigerung, Palpitationen und potenziell protektiven Langzeiteffekten liegt ein schmaler Grat. Die American Heart Association (AHA) hat den aktuellen Wissensstand nun in einem Scientific Statement gebündelt und ordnet die Datenlage für Risikofaktoren wie für kardiovaskuläre Endpunkte systematisch ein. Dabei betonen die Autoren, dass sich Koffeineffekte nicht per se von den Effekten der jeweiligen Trägersubstanz – allen voran Kaffee mit seinen bioaktiven Begleitstoffen – trennen lassen.

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