Die Studie TRIANGLE belegte eine hohe Effektivität der Therapie des Mantelzelllymphoms (MCL) mit Ibrutinib zusätzlich zur Chemoimmuntherapie und warf die Frage auf, ob bei gutem Ansprechen auf die Induktion eine autologe Stammzelltransplantation (ASCT) überhaupt einen Vorteil bietet. Die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie gehen in dieselbe Richtung.
MCL: ASCT wahrscheinlich nicht immer nötig
Die Phase-3-Studie EA4151 der ECOG-ACRIN Cancer Research Group wurde vorzeitig gestoppt, weil eine geplante Interimsanalyse keinen Unterscheid im Gesamtüberleben mit und ohne ASCT gezeigt hatte, berichtete Prof. Dr. Timothy S. Fenske vom Medical College of Wisconsin in Milwaukee, USA, anlässlich des ASH Annual Meetings 2024. An der Studie hatten Patient*innen mit MCL in erster Remission im Alter von 18 bis 70 Jahren teilgenommen. Alle, die nach Induktion ein Komplettansprechen (CR) mit nicht nachweisbarer minimaler Resterkrankung (MRD-Negativität, Sensitivität 10-6) aufwiesen, wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert in eine Gruppe A, die eine ASCT und anschließend eine Erhaltungstherapie mit Rituximab erhielt (n=257), und eine Gruppe B, die nur mit dieser Erhaltungstherapie behandelt wurde (n=259). Alle Patient*innen mit CR, die keine MRD-Negativität aufwiesen wurden transplantiert und anschließend mit Rituximab weiter behandelt. 49 dieser Patient*innen waren MRD-positiv (Gruppe C), bei 85 war die MRD nicht bestimmbar (Gruppe D). Primärer Endpunkt der Studie war der Vergleich des Gesamtüberlebens (OS) in Gruppe A und B.
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