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Entwarnung für die PDA

Periduralanalgesie unter der Geburt ohne erhöhte Risiken für das Neugeborene

|von Christine Zilinski

Die Periduralanalgesie ist die effektivste Methode zur Schmerzlinderung unter der Geburt – doch viele Frauen fürchten Nachteile für ihr Kind. Eine landesweite schottische Kohortenstudie mit knapp einer halben Million Geburten hat jetzt zentrale Sicherheitsfragen beantwortet: weder schwere neonatale Morbidität noch neonatale Mortalität oder Zerebralparese im Kindesalter treten unter PDA häufiger auf. Auch Frühgeborene und Hochrisikoschwangerschaften profitieren von der Analgesie ohne zusätzliche Risiken.

Schwangere Frau im Krankenhaus an CTG angeschlossen
Periduralanalgesie unter der Geburt: Schottische Kohortenstudie belegt Sicherheit für Neugeborene und Kinder (© globalmoments/stock.adobe.com)

Die Periduralanalgesie (PDA) gilt als effektivste Methode der Schmerzlinderung unter der Geburt und trägt sowohl zur mütterlichen Zufriedenheit als auch zur Reduktion schwerer maternaler Morbidität bei. Gleichzeitig bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher neonataler Risiken: Über die plazentare Passage der applizierten Substanzen sowie über indirekte Effekte wie maternale Hypotonie, veränderte uteroplazentare Perfusion, fetale Herzfrequenzveränderungen oder epiduralassoziiertes Fieber könnten Neugeborene beeinträchtigt werden. Insbesondere die Frage, ob eine PDA das Risiko für neurologische Schädigungen des Kindes erhöht, war bislang unzureichend untersucht. Frühere Arbeiten fokussierten meist auf Apgar-Werte oder unmittelbare postnatale Parameter, nicht aber auf schwerwiegende Langzeitfolgen wie Zerebralparese.

Landesweite Datenbasis aus Schottland

Ein Forschungsteam um Rachel J. Kearns wertete für die aktuelle Kohortenstudie Daten aus sechs schottlandweiten administrativen Registern aus. Eingeschlossen wurden 495.695 Frauen mit Einlingsschwangerschaften zwischen 24+0 und 42+6 Schwangerschaftswochen, die zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 31. Dezember 2019 in einer geburtshilflichen Einrichtung des NHS Scotland vaginal oder per ungeplantem Kaiserschnitt entbanden. 114.897 Frauen (23,2 %) erhielten eine PDA. Geplante Sectiones sowie Neugeborene mit bekannten kongenitalen Anomalien wurden ausgeschlossen.

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