Eine neue Metaanalyse mit über 8000 Patienten belegt einen Überlebensvorteil unter Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren, Angiotensin-Converting-Enzyme-Inhibitoren und Angiotensin-Rezeptor-Blockern. Auch die Sorgen vor Hyperkaliämie und Hypotonie werden entkräftet – bei sorgfältiger Patientenauswahl.
Weniger Todesfälle unter ACE-Hemmern und ARNI
Bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) sind Blocker des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) – Angiotensin-Converting-Enzyme-Inhibitoren (ACE-Hemmer), Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) und Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren (ARNI) – therapeutische Grundpfeiler. Doch ausgerechnet die Patientengruppe, die davon am dringendsten profitieren würde, wurde aus den entscheidenden Zulassungsstudien fast vollständig ausgeschlossen: Menschen mit terminaler Niereninsuffizienz unter chronischer Dialyse.
Denn Nieren- und Herzerkrankungen sind eng verzahnt: Die kardiovaskuläre Sterblichkeit dialysepflichtiger Patienten liegt um das 10- bis 20-Fache über der Allgemeinbevölkerung. Sorgen vor der Hyperkaliämie, Hypotonie und intradialytischer Instabilität führen im Alltag zusätzlich zu einer sehr uneinheitlichen Verordnungspraxis. Eine neue Metaanalyse bündelt nun die verfügbare Evidenz.
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