Die MajesTEC-9 verschiebt den Einsatz von Teclistamab beim rezidivierten multiplen Myelom nach einer Lenalidomid- und Anti-CD38-Vorbehandlung deutlich nach vorn: Der bispezifische Antikörper übertrifft bereits ab dem ersten Rezidiv etablierte Tripel- und Dublett-Regime klar – mit einem 71% geringerem Progressionsrisiko, deutlich höheren Remissionsraten und signifikantem Überlebensvorteil bei vorbehandelten Patienten. Unabdingbar sind allerdings eine strikte Infektionsprophylaxe und eine konsequente IgG-Substitution in den ersten Therapiemonaten.
MajesTEC-9: Teclistamab empfiehlt sich als neue Option ab dem ersten Myelom-Rezidiv
Mit modernen Drei- und Vierfachkombinationen aus Proteasominhibitoren, Immunmodulatoren und Anti-CD38-Antikörpern hat sich die Prognose des neu diagnostizierten multiplen Myeloms substanziell verbessert. Doch wer nach Lenalidomid und einem Anti-CD38-Antikörper progredient wird, hat ein Problem: Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) liegt in dieser Konstellation real bei nur 3,8 bis 4,6 Monaten, mit jeder weiteren Therapielinie sinken Ansprechraten und die Wahrscheinlichkeit, überhaupt noch eine Folgetherapie zu erhalten.
Bispezifische Antikörper und T-Zelltherapien mit chimerischem Antigenrezeptor (CAR), die gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtet sind, gelten als hochwirksame Optionen beim rezidierten multiplen Myelom, sind aber bisher überwiegend in späteren Linien etabliert. Die Phase-III-Studie MajesTEC-9 prüfte erstmals, ob die BCMA×CD3-gerichtete Monotherapie mit Teclistamab bereits beim ersten bis dritten Rezidiv etablierte Regime „Früchte“ trägt.
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