Durch den Klimawandel breiten sich tropische Vektoren wie die Asiatische Tigermücke zunehmend in Europa aus – mit Konsequenzen auch für die gynäkologische Praxis. Welche Risiken Zikavirus, Malaria und urogenitale Schistosomiasis speziell für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch bergen und wann ein Screening indiziert ist, fasste eine Expertin auf dem FOKO 2026 zusammen.
Tropeninfektionen in der Schwangerschaft: Zika, Malaria und Schistosomiasis im Fokus
Die Fallzahlen von mehr als der Hälfte aller von Insekten übertragenen Infektionen werden durch den Klimawandel zunehmen – dank stärkerer Hitze, höherer Luftfeuchtigkeit und häufigeren Überschwemmungen, sagte die Infektionsepidemiologin Dr. Christiane Piepel, Gesundheitsamt Bremen. Als jüngstes Beispiel nannte sie die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke Aedes albopticus, die u.a. Gelbfieber oder Dengue übertragen kann. Sie hat sich entlang des Rheins sowie in einigen anderen Regionen etabliert.
- Zikavirus-Infektion: Einschleppung durch Reiserückkehrer, keine Endemie in Deutschland
- Kinderwunsch und Tropenreise: Sichere Verhütung bei Zikavirus-Risiko
- Malaria in der Schwangerschaft: Schwere Verläufe und erhöhte Müttersterblichkeit
- Urogenitale Schistosomiasis: Screening nach Süßwasserkontakt in Endemiegebieten
- Fazit
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