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Geriatrie

Der Bereich „Geriatrie“ widmet sich der medizinischen Versorgung älterer Patient*innen und berücksichtigt die komplexen Wechselwirkungen zwischen Multimorbidität, funktionellen Einschränkungen und psychosozialen Faktoren. Im Fokus stehen häufige geriatrische Syndrome wie Frailty, Sturzgefährdung, kognitive Beeinträchtigungen und Polypharmazie, die Diagnostik und Therapie maßgeblich beeinflussen.
Ziel ist eine ganzheitliche, individualisierte Versorgung, die neben der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen auch den Erhalt von Selbstständigkeit und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt. Die Inhalte unterstützten dabei, geriatrische Assessments, interdisziplinäre Therapieansätze und aktuelle evidenzbasierte Empfehlungen sicher in die klinische Praxis zu integrieren.

Neuste Artikel

Whiskyglas, Tabletten in unterschiedlichen Farben, Cannabisblüten und weißes Pulver in einem Plastikbeutel sowie eine aufgerollte Banknote auf einem Holztisch – Symbolbild für Mischkonsum von Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen.
Riskanter Mix

Ältere konsumieren immer öfter Alkohol mit Cannabis und Medikamenten

Knapp die Hälfte der 60- bis 99-Jährigen greift regelmäßig zu Alkohol, fast 10% berichten von Rauschtrinken – und der Konsum bleibt selten allein: Cannabis, Nikotin, Schmerzmittel und Stimulanzien kommen häufig hinzu. Mischkonsum, körperliche Schmerzen und psychische Belastungen sind eng verknüpft. Gerade körperlich und kognitiv vitale Senioren mit aktivem sozialem Leben tragen ein erhöhtes Risiko – werden im klinischen Alltag jedoch selten als suchtgefährdet wahrgenommen.
Typischer, in der Klinik gebräuchlicher Medikamentendispenser mit vielen unterschiedichen Tabletten und Kapseln
Arzeimittelversorogung im Alter

Jeder vierte ältere Mensch in Deutschland erhält potenziell ungeeignete Medikamente

Polypharmazie im Alter ist Alltag – doch wie steht es um die Qualität der Verordnungen in Deutschland? Die NAKO-Analyse bringt jetzt Licht ins Dunkel: Eine potenziell inadäquate Medikation, aber auch Über- und Unterversorgungen sind weit verbreitet. Besonders auffällig: Mehr als die Hälfte aller Osteoporose-Betroffenen bleibt unbehandelt, während Bluthochdruck, Parkinson und Depression mit einem deutlich erhöhten Risiko für unangemessene Verordnungen einhergehen.
Impfschutz verbessern

Spermidin als Booster für die alternde Immunabwehr

Die altersbedingt schwächere Impfantwort ist ein zentrales Problem der Infektionsprävention bei Seniorinnen und Senioren. Eine britisch-deutsche Pilotstudie liefert nun einen bemerkenswerten Ansatz: Die tägliche Einnahme von 6 mg Spermidin über 13 Wochen kann bei über 65-Jährigen mit schwacher Antikörperreaktion nach COVID-19-Impfung die neutralisierende Immunität messbar steigern. Zudem reduziert das natürlich vorkommende Polyamin Marker der Immunseneszenz und aktiviert die Autophagie.
Nahaufnahme eines weißen Wegweisers mit rotem Kreuz und der Aufschrift „Notaufnahme“ sowie weiteren Hinweisen zu Klinikbereichen.
Nicht immer ist die Notaufnahme die beste Option

Geriatrische Akutversorgung muss ambulanter werden

Immer mehr Hochaltrige landen in deutschen Notaufnahmen – doch nicht jeder geriatrische Notfall gehört ins Krankenhaus. Prof. Christian Karagiannidis fordert mobile Pflegeinterventionsteams, sektorenübergreifende Versorgungsformen und konsequente Prävention, um die Versorgung älterer Menschen zukunftsfest zu machen.