FOCUS-Gesundheit veröffentlicht erstmals eine digitale Empfehlungsliste mit 3.600 stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Grundlage sind Selbstauskünfte, Prüfberichte des Medizinischen Dienstes und Reputationsdaten – sortierbar nach Postleitzahl. Die Empfehlungsliste bietet eine Orientierung bei der Suche und Auswahl von geeigneten Pflegeheimen und ist die erste Zusammenstellung ihrer Art.
Pflegeheim-Empfehlungsliste: 3.600 stationäre Einrichtungen im Überblick
Die Entscheidung für ein Pflegeheim zählt zu den belastendsten Momenten für Familien – und stellt auch Haus- und Fachärzte regelmäßig vor die Frage, welche Einrichtung in der Region eine verlässliche pflegerische und medizinische Versorgung bietet. Um diese Frage fundierter beantworten zu können, hat FOCUS-Gesundheit erstmals eine digitale Empfehlungsliste für 3.600 stationäre Pflegeheime in Deutschland veröffentlicht. Die Übersicht lässt sich nach Postleitzahlen soertieren.
Ziel ist es, nicht nur die pflegerische Versorgung, sondern auch das soziale Umfeld, die Atmosphäre und das Miteinander in den Einrichtungen sichtbar zu machen – eine Informationsquelle auch für Ihren Praxisalltag, wenn Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige im Verlauf des geriatrischen Entlassungs- und Überleitungsmanagements um eine Einschätzung bitten.
Ausgangsbasis der Erhebung waren die rund 12.000 in Deutschland zugelassenen vollstationären Pflegeheime. 11.268 Einrichtungen erhielten einen ausführlichen Online-Fragebogen zur Selbstauskunft. Erfasst wurden unter anderem Versorgungsschwerpunkte, die Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Ärzten und Krankenhäusern, die personelle Ausstattung sowie Infrastruktur und Angebote – etwa Freizeit- und Aktivitätsprogramme, kosmetische Dienstleistungen, die Einbindung von Angehörigen sowie Abläufe rund um Pflegeplanung und Dokumentation.
Ergänzend flossen öffentlich zugängliche Daten in die Auswertung ein, insbesondere die Prüfberichte des Medizinischen Dienstes. Diese enthalten allgemeine Angaben zur Einrichtung sowie Bewertungen dazu, wie gut Bewohnerinnen und Bewohner in Bereichen wie Mobilität und Ernährung versorgt werden – etwa hinsichtlich unbeabsichtigten Gewichtsverlusts oder Sturzereignissen. Zusätzlich berücksichtigt wurden Google-Bewertungen ab mindestens fünf Rezensionen pro Einrichtung.
Die Auswertung stützt sich auf 3 gewichtete Kriterien:
- Pflege-Score (medizinisch-pflegerische Versorgung, Qualifikation, ärztliche Kooperationen, Physiotherapie)
- Service-Score (Alltagshilfen, Freizeit, Sprachen, Kostformen, Einbindung Angehöriger)
- Reputations-Score
Der Pflege-Score hat dabei das höchste Gewicht. Die Erhebung bildet den Stand Mai 2026 ab; die Qualifikation nicht gelisteter Heime wird ausdrücklich nicht infrage gestellt.
Detaildaten lassen sich online abrufen und vergleichen
Auf der Webseite werden zu jeder empfohlenen Einrichtung zentrale Merkmale ausgewiesen: Ausstattung, Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, therapeutische Angebote, in Pflege und Betreuung gesprochene Sprachen sowie besondere Kostformen. Ergänzend liefern strukturelle Angaben Orientierung – etwa Versorgungsschwerpunkte, Bettenzahl inklusive Kurzzeitpflegeplätze, Verfügbarkeit von Einzelzimmern und Aufnahmealter. Diese strukturellen Merkmale dienen der Orientierung und gehen nicht in das Scoring ein.
Entwickelt wurde die Methodik gemeinsam mit dem Rechercheinstitut FactField (Hubert Burda Media). Die Aufnahme in die Liste ist kostenlos; empfohlene Häuser können das Siegel lizenzieren.