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Im Themenbereich "Ösophagus und Magen" finden Sie aktuell relevante Inhalte zu Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens, die Ihnen im medizinischen Alltag regelmäßig begegnen. Die Beiträge greifen neue Studien, Leitlinienanpassungen und fachliche Einordnungen auf und unterstützen Sie dabei, diagnostische und therapeutische Entscheidungen evidenzbasiert zu treffen.

Sie erhalten kompakte Updates zu endoskopischen Verfahren, medikamentösen Therapiekonzepten und zum Management funktioneller wie struktureller Erkrankungen. Die Beiträge helfen Ihnen, Entwicklungen früh einzuordnen und Ihr Vorgehen bei häufigen wie komplexen Krankheitsbildern gezielt zu aktualisieren.

Neuste Artikel

Histologisches Bild eines neuroendokrinen Tumors aus einem Dünndarmpolypen
Steigende Inzidenz, gute Prognose

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien – die großen Unbekannten

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien (GEP-NEN) werden immer häufiger diagnostiziert – vor allem in frühen, nicht metastasierten Stadien. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Ontario nahm jetzt Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben über 2 Jahrzehnte in den Fokus.
Mikroskopische Darstellung von Helicobacter pylori
Bedeutender Fortschritt bei Magenkrebs

Helicobacter pylori: Optimiertes Metronidazol wirkt 60-fach stärker

Helicobacter pylori und Antibiotikaresistenz: Forschende der TU München haben Metronidazol chemisch so modifiziert, dass es das Magenbakterium bis zu 60-fach effektiver eliminiert – auch resistente Stämme. Im Tiermodell gelang die vollständige Eradikation bei niedriger Dosis und geringerer Belastung des Darmmikrobioms.
Medizinische Illustration des Oberkörpers mit hervorgehobener Speiseröhre:
Extraluminales Wachstumsmuster

Speiseröhrenkrebs ohne luminalen Tumor: Seltener Fall mit Wirbelsäuleninvasion

Ein außergewöhnlicher Fall: Ein 68-jähriger Patient zeigt klassische Symptome eines Speiseröhrenkrebses – doch die Endoskopie bleibt unauffällig. Das schlecht differenziertes Adenokarzinom posterior hatte sich vielmehr in die Brustwirbelsäule ausgebreitet. Extraluminale Wachstumsmuster des Ösophaguskarzinoms sind selten – und damit einen besondere diagnostische Herausforderung.
Mann geht mit Klopapier zur Toilette
Schutz vor Gastroenteritis

Magen-Darm-Infekt: Fünf Hygienetipps schützen Angehörige vor Ansteckung

Eine Gastroenterologin des Berufsverbands bng nennt fünf konkrete Hygienemaßnahmen, mit denen sich Angehörige wirksam vor einer Ansteckung mit Noroviren, Rotaviren und anderen Erregern schützen können – von Händewaschen über Flächendesinfektion bis hin zur richtigen Wäschehygiene bei 60 Grad.
Ösophaguskarzinom (Illustration)
Argument für Paradigmenwechsel?

Ösophaguskarzinom: Roboterchirurgie verlängert Überleben gegenüber Thorakoskopie

Robotergestützte Ösophagektomie überzeugt in der Phase-III-Studie RAMIE: Beim resektablen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus erreichten Patienten mithilfe einer robotergestützten minimalinvasiven Ösophagektomie eine 5-Jahres-Überlebensrate von 69,4% gegenüber 56,2% nach einem thorakoskopischen Eingriff – bei vergleichbarem Sicherheitsprofil. Das stärkt die Rolle der Robotik in der minimalinvasiven Ösophaguschirurgie.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Erhaltungsstrategie auf dem Prüfstand

Magenkarzinom: Camrelizumab basierte Erhaltungstherapie verlängert Gesamtüberleben

Magenkarzinom und Erhaltungstherapie: In der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens gehören Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) zum Standard – doch welche Erhaltungsstrategie nach der Induktion optimal ist, war bislang offen. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Antworten: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab-Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben, während eine zusätzliche antiangiogene Komponente keinen Mehrwert zeigt.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Neuer Risikofaktor

Streptococcus anginosus – ein weiterer Treiber von Magenkrebs?

Rund 50% aller Menschen weltweit sind mit Helicobacter pylori infiziert. Bei den meisten Betroffenen treten keine Symptome auf. Allerdings gilt Helicobacter pylori als wichtiger Risikofaktor für Magenkrebs. Wissenschaftler haben nun jedoch mit Streptococcus anginosus noch ein weiteres Bakterium ausfindig gemacht, das die Entstehung von Magenkrebs fördert.
Magens in leuchtenden Farben auf blauem Hintergrund, umgeben von vernetzten Symbolen, die medizinische Analyse und Forschung symbolisieren
Entwarnung für den Magenschutz

Kein erhöhtes Krebsrisiko: Große Studie entlastet Protonenpumpenhemmer

Protonenpumpenhemmer zählen zu den am häufigsten verordneten Medikamenten – zugleich hielten sich Sorgen über ein mögliches Magenkrebsrisiko bei Langzeiteinnahme hartnäckig. Eine große populationsbasierte Studie aus 5 nordischen Ländern liefert nun Entwarnung: Auch bei langfristiger Anwendung zeigen sich demnach keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko. 
Speiseröhre hervorgehoben in einem 2D-Bild
Neue Metaanalyse

Barrett-Ösophagus: Sterblichkeitsrisiko geht über Krebs hinaus

Barrett-Ösophagus (BE) gilt als prämaligne Erkrankung des oberen Gastrointestinaltrakts, die nicht nur das Risiko für Ösophaguskarzinome (EC) erhöht, sondern auch mit einer gesteigerten Gesamtmortalität assoziiert ist. Neue Daten belegen nun, dass Personen mit Barrett-Ösophagus häufiger sterben, allerdings nicht nur aufgrund des Krebsrisikos.
Ein Kind trägt ein rotes T-Shirt und blaue Jeans und hält sich mit beiden Händen den Bauch, was auf Bauchschmerzen hinweist.
Frühzeitige H.-pylori-Therapie

Schutz vor Magenkrebs schon im Kindesalter?

Helicobacter pylori ist weltweit weit verbreitet – etwa jedes dritte Kind ist infiziert. Das Bakterium verursacht nicht nur Bauchschmerzen und Wachstumsstörungen, sondern gilt auch als bedeutender Risikofaktor für Magenkrebs. Forschende der University of Pennsylvania plädieren daher für eine routinemäßige Therapie bereits im Kindesalter – selbst bei beschwerdefreien Patienten. Doch ist dieser Ansatz wirklich sinnvoll?
Medikamente als Turm
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Antibiotikaprophylaxe bei oberen GI-Blutungen: Kürzere Dauer ohne Mortalitätsnachteil?

Internationale Leitlinien empfehlen bislang eine 5- bis 7-tägige Antibiotikaprophylaxe bei Patienten mit Leberzirrhose und oberer gastrointestinaler (GI-)Blutung. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von 14 randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) stellt die bisherige Empfehlung jetzt allerdings infrage. Denn danach ist eine kürzere Antibiotikagabe – oder sogar der Verzicht darauf – hinsichtlich der Gesamtmortalität wahrscheinlich nicht schlechter.
Infusion in Nahaufnahme
Trastuzumab deruxtecan überzeugt

IQWiG erkennt deutlichen Vorteil bei HER2-positivem Magenkrebs

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastzumab deruxtecan ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren (etwa in Brust oder Lunge) eingesetzt. Neue Studiendaten belegen jetzt: Trastuzumab deruxtecan verbessert die Therapieergebnisse bei fortgeschrittenem HER2-positivem Magenkarzinom deutlich.