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Solide Tumoren

Die Seite "Solide Tumoren" bündelt relevante Inhalte zu häufigen und seltenen Entitäten, modernen Systemtherapien und begleitenden Versorgungskonzepten. Sie erhalten komprimierte, fachlich fundierte Informationen, die Ihnen helfen, im dynamischen onkologischen Umfeld den Überblick zu behalten und evidenzbasierte Entscheidungen im Sinne Ihrer Patient*innen zu treffen.

Die Beiträge unterstützen Sie dabei, aktuelle Studienergebnisse, Leitlinienempfehlungen und therapeutische Innovationen sicher einzuordnen und auf Ihre klinische Praxis zu übertragen.

Neuste Artikel

Histologisches Bild eines neuroendokrinen Tumors aus einem Dünndarmpolypen
Steigende Inzidenz, gute Prognose

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien – die großen Unbekannten

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien (GEP-NEN) werden immer häufiger diagnostiziert – vor allem in frühen, nicht metastasierten Stadien. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Ontario nahm jetzt Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben über 2 Jahrzehnte in den Fokus.
Aspirin-Tabletten
Tumor-Demaskierung durch ASS

Blasenkrebs früher entdecken: Unbekannte ASS-Nebenwirkung

Acetylsalicylsäure (ASS) bringt offenbar Blasentumore zum Bluten, die ansonsten asymptomatisch geblieben wären. Dementsprechend erhalten ASS-Anwender häufiger Zystoskopien – und werden seltener mit invasivem Blasenkrebs diagnostiziert. Andere nichtsteroidale Antirheumatika zeigen diesen Effekt nicht.
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Zulassung nicht verzögern

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Fachgesellschaften fordern schnellen Zugang

Der neue RAS-Inhibitor Daraxonrasib verlängert in der Phase-III-Studie RASolute 302 beim metastasierten Pankreaskarzinom signifikant Ansprechen, progressionsfreies und Gesamtüberleben nach Versagen der Erstlinien-Chemotherapie. DGHO, AIO und DGVS fordern nun einen raschen Zugang für Patienten in Deutschland, ein Compassionate Use Programm ist bislang nicht vorgesehen.
Nahaufnahme einer Hand, die eine brennende Zigarette hält; Rauch steigt sichtbar nach oben.
Suche geht weiter

Lebensstil als Krebstreiber bei Jüngeren – nur die halbe Wahrheit?

Krebsinzidenzen steigen bei jüngeren Erwachsenen deutlich an – doch wie groß ist dabei der Einfluss klassischer Verhaltensrisikofaktoren wie Rauchen, Alkohol oder BMI? Offenbar können diese Lebensstilfaktoren allein die Entwicklung nicht erklären, sodass andere Ursachen in den Fokus klinischer Forschung rücken.
Aufgeschnittene Avocadohälften mit Kern und grünem Fruchtfleisch liegen auf einer groben Stoffunterlage auf einem Holztisch.
Klinisch relevante Wirkung

Hält eine Avocado pro Tag den Blutzucker in Schach?

Ein nährstoffdichtes Lebensmittel statt aufwendiger Ernährungsumstellung – reicht das, um die glykämische Last der Alltagskost messbar zu senken? Eine 6-monatige randomisierte Studie an Erwachsenen mit erhöhtem Taillenumfang liefert hierzu Daten: Der tägliche Verzehr einer großen Avocado reduzierte die glykämische Last um knapp 14 Punkte – ohne weitere Ernährungsempfehlungen oder Verbotslisten. Eine einfache, gut umsetzbare Strategie mit potenziell relevanten kardiometabolischen Implikationen.
Modell einer Gebärmutter
Gebärmutterkörperkrebs aktuell

Aktualisierte S3-Leitlinie Endometriumkarzinom: risikoadaptierte Therapie und molekulare Klassifikation

Die überarbeitete Empfehlung stellt die risikoadaptierte, molekular-basierte Therapie in den Mittelpunkt, präzisiert Indikationen zur Sentinel-Lymphadenektomie und definiert, wann auf adjuvante Chemo- oder Strahlentherapie verzichtet werden kann – für weniger Übertherapie und mehr Lebensqualität.
Neue S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs
Aktualisierte S3-Leitlinie

Therapie des Lungenkarzinoms wird immer individueller

Die S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom wurde erneut aktualisiert. Zentrale Neuerungen betreffen die Systemtherapie beim kleinzelligen Lungenkarzinom mit Checkpoint-Inhibitoren und dem T-Cell-Engager Tarlatamab, eine erstmals 3-dimensionale Bewertung der Operabilität beim NSCLC in den Stadien II und III sowie 10 überarbeitete und 4 neue Empfehlungen zur interventionellen Therapie. Auch das Alter zählt nicht mehr als alleiniges Ausschlusskriterium für eine Operation.
Frau bei der Krebsfrüherkennung
Krebsvorsorge Screening

Krebsfrüherkennung bei Frauen: Warum die Teilnahmequoten zu niedrig bleiben

Eine US-Studie mit über 68.000 Frauen zeigt erhebliche Lücken bei Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs-Screenings. Besonders die Darmkrebsvorsorge wird gemieden. Welche zwei Risikogruppen die Studie identifiziert und welche Strategien die Screeningquoten verbessern könnten.
3D-Illustration einer menschlichen Leber; auf der Oberfläche ist ein leuchtend markierter Tumorherd sichtbar, der von einem grünen Laserstrahl gezielt getroffen wird
STRIDE verändert das Spiel

Immuntherapie plus Embolisation verbessert Überleben beim nicht resektablem HCC

Beim nicht resektablen hepatozellulären Karzinom verlängert die Kombination aus transarterieller Chemoembolisation und dem STRIDE-Regime das progressionsfreie Überleben signifikant. Die Phase-III-Studie EMERALD-3 – eine der Late-Breaker-Studien auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) – zeigt zudem einen Trend zu längerem Gesamtüberleben bei akzeptablem Sicherheitsprofil.
Ein Elternpaar geht am Ufer eines Gewässers entlang und hält gemeinsam ein Kind an den Händen, sodass das Kind beim Gehen leicht angehoben wird.
Je früher, desto schlechter

Übergewicht gleich Übergewicht? Beim Krebsrisiko stimmt das nur bedingt

Adipositas zählt zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Krebs – doch nicht jedes Übergewicht wirkt sich gleich aus. Entscheidend scheint der Zeitpunkt der Gewichtszunahme im Erwachsenenalter zu sein: Wer früh adipös wird, trägt ein deutlich höheres Risiko für bestimmte Krebsarten – mit klaren Unterschieden zwischen Männern und Frauen.
Nahaufnahme eines Messinstruments mit Zeiger, der zwischen den Bereichen „Low Risk“ und „High Risk“ steht,
Im Härtetest der Evidenz

Familiäres Brustkrebsrisiko: Prognosemodelle bleiben zu ungenau

Etablierte Risikomodelle wie BOADICEA, Gail, Tyrer-Cuzick und BRCAPRO liefern bei familiärer Brustkrebsbelastung brauchbare Orientierungswerte, taugen aber nicht zur sicheren individuellen Risikostratifizierung. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Cochrane-Review. In der Beratung sollten die Ergebnisse daher stets gemeinsam mit klinischen Befunden, genetischer Diagnostik und persönlichen Präferenzen gewichtet werden – insbesondere vor weitreichenden Entscheidungen wie einer prophylaktischen Mastektomie.
Glasfläschchen mit DNA- bzw. mRNA-Doppelhelix und Injektionsspritze
Klarer Überlebensvorteil

mRNA-Impfstoff beim Melanom: Rückfallrisiko nahezu halbiert

Ein personalisierter mRNA-Impfstoff könnte die adjuvante Melanomtherapie verädern: Intismeran kombiniert mit Pembrolizumab senkt laut den 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-942-Studie das Rückfallrisiko um 49% und das Risiko einer Fernmetastasierung um 59%. Die auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präseniterten Phase-II-Ergebnisse könnten ein möglichet Wendepunkt in der Onkologie sein – die Phase-III-Studie läuft bereits.