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Solide Tumoren

Die Seite "Solide Tumoren" bündelt relevante Inhalte zu häufigen und seltenen Entitäten, modernen Systemtherapien und begleitenden Versorgungskonzepten. Sie erhalten komprimierte, fachlich fundierte Informationen für Ihren Überblick im dynamischen onkologischen Umfeld.

Neuste Artikel

Vielversprechender OS-Trend

Dedifferenziertes Liposarkom: Bringt Abemaciclib die Wende?

Dedifferenzierte Liposarkome gelten als therapeutisch schwer kontrollierbar. Jetzt weckt die Phase-III-Studie SARC041 Hoffnung auf einen neuen Therapiestandard: Denn der CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib verlängert das mediane progressionsfreie Überleben im Vergleich mit Placebo um 8,2 Monate, in der Erstlinie war der Effekt sogar noch größer. Auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) wurde Abemaciclib daher als vielversprechende mögliche neue Behandlungsoption bewertet.
Mehrere mit Blut gefüllte Probenröhrchen mit bunten Verschlüssen stehen in einem Halter in einem medizinischen Labor, eine Hand hält ein Röhrchen mit der Aufschrift PSA.
Neu bewertet

PSA-Screening: Cochrane bestätigt moderaten Überlebensvorteil bei Prostatakrebs

Eine aktualisierte Cochrane-Übersichtsarbeit mit Daten von fast 800.000 Männern attestiert dem PSA-Screening erstmals eine moderate Senkung der Prostatakrebs-Mortalität. Pro 500 untersuchten Männern lässt sich ein Todesfall verhindern – zugleich steigt jedoch die Zahl der Diagnosen um 30%. Damit bleibt die partizipative Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient Goldstandard.
Illustration menschlicher Atemwege mit hervorgehobener Lunge; im Zentrum ein schematisch dargestellter Tumorbereich
Kombinierte EGFR-Blockade

Atypische EGFR-Mutationen beim NSCLC: Amivantamab plus Lazertinib verlängert Überleben

Atypische EGFR-Mutationen beim NSCLC gelten als therapeutisch herausfordernd. Aktuelle Daten der Phase-I/II-Studie CHRYSALIS-2 mit längerem Follow-up zeigen unter der Kombination aus Amivantamab und Lazertinib ein medianes Gesamtüberleben von 41 Monaten – ein deutlicher Fortschritt gegenüber bisherigen TKI-Strategien in dieser prognostisch ungünstigen Patientengruppe. Prof. Joel W. Neal, Stanford (Kalifornien; USA), hat das CHRYSALIS-2-Update auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) vorgestellt.
Sexuelle Gesundheit stärken: Hessen setzt auf Prävention, HPV-Impfung und niedrigschwellige Testangebote. ©tiagozr/stock.adobe.com
Wackelt die Kontraindikation?

Testosterontherapie nach Prostatektomie bei niedriggradigem Karzinom – neuer Diskussionsstoff

Eine randomisierte Phase-II-Studie weckt Zweifel an der strikten Kontraindikation für eine Testosterontherapie nach einer Prostatektomie aufgrund eines Prostatakarzinoms. Bei sorgfältig ausgewählten Männern mit niedriggradigem Tumor nach Prostatektomie verbesserten sich sexuelle Aktivität, Stimmung und körperliche Leistungsfähigkeit – ohne biochemisches Rezidiv im Beobachtungszeitraum. Doch das Studienkollektiv war klein, das Follow-up kurz – reicht dies aus, um das Vorgehen in der Praxis anzupassen?
Cannabisblüten und ein gedrehter Joint auf einer Holzoberfläche
Risikofaktoren

Darmkrebs: Cannabisabhängigkeit erhöht Sterberisiko um das 24-Fache

Cannabisabhängigkeit könnte die Prognose bei Darmkrebs erheblich verschlechtern. Eine US-Analyse mit über 1.000 Patienten zeigt eine 24-fach erhöhte 5-Jahres-Sterblichkeit bei dokumentierter Cannabis Use Disorder gegenüber nicht abhängigen Betroffenen. Als mögliche Ursachen diskutieren die Forschenden immunsuppressive Effekte und eine reduzierte Therapieadhärenz.
llustration des menschlichen Darms mit hervorgehobenem Tumor im Dickdarm
Umweltgifte und Krebs

Darmkrebs bei Jüngeren: Pestizid Picloram als neuer Risikofaktor identifiziert

Steigt das Darmkrebsrisiko durch Pestizide? In Tumoren von Patienten unter 50 Jahren fanden sich gehäuft epigenetische Spuren des Unkrautvernichters Picloram – verbunden mit einem 1,56-fach erhöhten Erkrankungsrisiko. Auch Glyphosat, Atrazin und andere Herbizide gerieten dabei ins Visier der Forscher.
Abstrakte Darstellung eines weiblichen Oberkörpers mit blau leuchtenden, digitalen Linien und hervorgehobener Brustregion vor dunklem Hintergrund, ergänzt durch grafische Lichteffekte.
Weniger ist mehr

Frühes Mammakarzinom: PAM50-Test ermöglicht einen Verzicht auf Chemotherapie

Beim frühen ER+/HER2-negativen Mammakarzinom liefert die auf dem dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology, dem ASCO 2026, vorgestellte OPTIMA-Studie überzeugende Evidenz für eine personalisierte Therapiesteuerung: Bei Patient*innen ab 40 Jahren mit bis zu 9 befallenen Lymphknoten kann anhand des PAM50-Tests (ROR ≤60) in vielen Fällen sicher auf eine Chemotherapie verzichtet werden – ohne Einbußen beim krankheitsfreien Überleben.
Bücherstapel mit Doktorhut:
Schützt Bildung vor Darmkrebstod?

Darmkrebs: Geringe Bildung verdoppelt das Mortalitätsrisiko junger Erwachsener

Wer keinen Hochschulabschluss hat, stirbt deutlich häufiger an Darmkrebs – das belegt eine Analyse mit über 101.000 jungen Erwachsenen. Einkommen, Ernährung und medizinische Versorgung sind die Faktoren, die wahrscheinlich eine tragende Rolle für diesen Zusammenang spielen. Sollte der Bildungsstand daher stärker als bisher als Risikomarker in Präventionsstrategien einfließen?
Mehrere weiße Tassen mit klarer, gelblicher Gemüsebrühe
Fasten gegen Chemoresistenz

Ovarialkarzinom: Kurzzeitfasten verdreifacht Chemo-Ansprechen

Kurzzeitfasten und Ovarialkarzinom: Beim fortgeschrittenen, high-grade serösen Ovarialkarzinom (HGSOC) gilt Insulin als möglicher Treiber von Tumorprogression und Chemoresistenz. Kurzzeitfasten (short-term fasting, STF) könnte über eine Suppression insulingetriebener Survival-Signale die Wirksamkeit zytotoxischer Therapien steigern – belastbare klinische Daten fehlten dazu bislang. Eine jetzt auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellte Pilotstudie aus Rom liefert nun erstmals einen klaren Hinweis: Fasten wirkt.
Zusätzlicher Schutzmechanismus?

GLP-1-Agonisten bei Brustkrebs: Bessere Überlebensraten bei Adipositas und Diabetes

Brustkrebspatientinnen können mit einer Therpaie mit GLP-1-Rezeptorantagonisten ihr Rezidiv- und Mortalitätsraten reduzieren – sofern sie gleichzeitig stark übergewichtig oder an einen Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Damit wird die Substanzklasse durchaus onkologisch interessant, auch wenn die aktuelle Studienlage noch keine Aussagen darüber zulässt, ob der Effekt rein auf die metabolische Kontrolle durch die „Abnehmspritze" zurückzuführen ist, oder ob eventuell auch darüber hinausgehende Schutzeffekte eine Rolle spielen.
Stilisierte anatomische Darstellung der Bauchspeicheldrüse mit angrenzenden Strukturen vor einem Hintergrund aus Tabletten
Wird die Bestimmung des RAS-Status ins Zentrum der Therapieplanung rücken?

RAS-Inhibitor Daraxonrasib verdoppelt Überleben bei metastasiertem Pankreaskarzinom

Mit Daraxonrasib steht in der Zweitlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms erstmals eine zielgerichtete orale Option zur Verfügung, die das mediane Gesamtüberleben gegenüber der Standard-Chemotherapie verdoppelt und das Sterberisiko um 60% senkt. Diese Daten aus der RASolute-302-Studie wurden gerade im Rahmen des Jahreskongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago präsentiert. Klinisch besonders relevant: Schmerzen und Lebensqualität bleiben länger stabil, Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen sind selten. Da über 90% der duktalen Adenokarzinome des Pankreas RAS-Mutationen aufweisen, eröffnet sich ein breit anwendbarer Therapieansatz – ein möglicher Paradigmenwechsel?
Eine blau behandschuhte Hand hält ein transparentes Probengefäß mit gelber Urinprobe vor weißem Hintergrund.
Personaliserte Nachsorge

Liquid Biopsy bei Blasenkrebs: Tumor-DNA im Urin sicher nachweisen

Ein verfeinerter Urintest könnte neue Präzision in die Nachsorge des nicht muskelinvasiven Blasenkrebses bringen: Durch die statistische Korrektur des sogenannten Feldeffekts lässt sich tumorassoziierte DNA verlässlich von harmlosen Hintergrundmutationen unterscheiden. Damit könnte man Rückfallrisiken frühzeitig identifizieren, was neue Möglichkeiten für eine risikoadaptierte, personalisierte Therapieplanung eröffnet.

Solide Tumoren: Häufige Fragen zum Themenbereich bei Thieme Praxis

Der Themenbereich bündelt aktuelle und praxisrelevante Beiträge zu häufigen sowie seltenen soliden Tumorerkrankungen. Im Fokus stehen moderne Systemtherapien, diagnostische Entwicklungen, supportive Maßnahmen, Nachsorge und interdisziplinäre Versorgungskonzepte – von der Erstdiagnose bis zur Behandlung fortgeschrittener Erkrankungen.