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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

Darmpolypen unterschiedlicher Größe
Nicht nur Polypenmerkmale zählen

Darmpolypen-Rezidiv: Demografische Faktoren prägen das Risiko entscheidend

Das Rezidivrisiko bei Darmpolypen wird bislang vor allem an Histologie, Größe und Anzahl der Adenome festgemacht. Eine Analyse mit knapp 60.000 Patienten zeigt nun, dass auch Geschlecht, Alter, Adipositas und familiäre Belastung das Wiederauftreten kolorektaler Adenome entscheidend beeinflussen und neue Überwachungsstrategien nötig machen.
Bakterien unter dem Mikroskop
Darmkrebsforschung

Darmkrebs: Neu entdecktes Virus in Bacteroides fragilis als möglicher Risikofaktor

Ein bislang unbekanntes Virus im Darmbakterium Bacteroides fragilis rückt als potenzieller Mitverursacher von Darmkrebs in den Fokus. Der Caudoviricetes-Prophage ließ sich in Tumorisolaten und Stuhlproben von Darmkrebspatienten deutlich häufiger nachweisen als bei Gesunden – mit Perspektiven für Früherkennung, Prävention und neue Therapieansätze.
Junge Frau mit Schwangerschaftstest auf dem Sofa
Geburtshilfe Risiken

Teenager-Schwangerschaft: Erhöhtes Risiko für Sepsis und Frühgeburt

Teenager-Schwangerschaft und perinatales Risiko: Eine schwedische Registerstudie mit über 331.000 Geburten zeigt, dass Mütter unter 20 Jahren häufiger eine postpartale Sepsis und Frühgeburt erleben – während Einleitungen und Sectios seltener nötig sind. Was die Daten für die geburtshilfliche Versorgung bedeuten.
Lupe auf Darm-Symbol vor Arztkittel
Weniger ist mehr

Ileozökalresektion bei Morbus Crohn: Erweiterte Mesenterialresektion ohne Vorteil

Die erweiterte Mesenterialresektion bei Ileozökalresektion galt bislang als potenziell rezidivsenkende Option bei Morbus Crohn. Die prospektive SPICY-Studie widerlegt diese Annahme nun eindeutig – und zeigt zugleich ein höheres Risiko für Anastomoseninsuffizienzen und schwerere postoperative Komplikationen im Vergleich zur konventionellen mesenterialsparenden Technik.
Junge Frau mit Kopfhörern bei einer Videositzung am Laptop
Raus aus dem Grübeln – rein ins Handeln

Schritt für Schritt aus der Krise: Problemlösen hilft bei Krebs

Junge Erwachsene mit Krebs profitieren deutlich von einem strukturierten Probremlösungs-Training, wie es beispielsweise das Programm Bright IDEAS-YA anbietet. Sechs Videositzungen senken Angst und Depression messbar und steigern die Lebensqualität – ein niedrigschwelliger Baustein für die psychoonkologische Versorgung junger Krebspatienten.
Frau tastet rot leuchtende Brust ab
Metastasiertes Mammakarzinom

Mehr metastasierte Brustkrebsdiagnosen – aber bessere Überlebenschancen

Seit über einem Jahrzehnt nimmt die Zahl primär metastasierter Mammakarzinome in den USA kontinuierlich zu – bei Frauen wie bei Männern, in allen Altersgruppen und über sämtliche Tumorsubtypen hinweg. Eine populationsbasierte Auswertung von mehr als 760 000 Brustkrebsdiagnosen liefert nun aktuelle Zahlen zu Inzidenz, Stadienverteilung und Gesamtüberleben – und wirft Fragen zu Screening, Tumorbiologie und Versorgungsrealität auf.
Abstract image of the uterus. female reproductive system
Risikofaktor Schilddrüse

Endometriumkarzinom: Erhöht eine Hypothyreose das Krebsrisiko?

Eine dänische Kohortenstudie mit über einer Million Frauen untersuchte, ob Hypothyreose oder Hyperthyreose das Risiko für Endometriumkrebs erhöhen. Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion erkrankten zwar häufiger und vermehrt an Typ-1-Tumoren – doch die Ergebnisse zeigen ein überraschendes Bild.
Dialysegerät auf der Intensivstation
Pilotstudie

Präeklampsie: sFlt-1-Apherese verlängert Schwangerschaft um zehn Tage

Präeklampsie und Apherese: Eine neue Antikörper-basierte Adsorptionssäule senkt den sFlt-1-Spiegel im mütterlichen Blut um rund 50 Prozent und verlängert die Schwangerschaft bei früh einsetzender Präeklampsie im Median um zehn Tage. Warum das Verfahren auch für das Geburtsgewicht der Kinder Vorteile bringt.
Zusätzlicher Schutzmechanismus?

GLP-1-Agonisten bei Brustkrebs: Bessere Überlebensraten bei Adipositas und Diabetes

Brustkrebspatientinnen können mit einer Therpaie mit GLP-1-Rezeptorantagonisten ihr Rezidiv- und Mortalitätsraten reduzieren – sofern sie gleichzeitig stark übergewichtig oder an einen Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Damit wird die Substanzklasse durchaus onkologisch interessant, auch wenn die aktuelle Studienlage noch keine Aussagen darüber zulässt, ob der Effekt rein auf die metabolische Kontrolle durch die „Abnehmspritze" zurückzuführen ist, oder ob eventuell auch darüber hinausgehende Schutzeffekte eine Rolle spielen.
Plazenta nach der Geburt auf blauem OP-Tuch
Geburtshilfe Forschung

Vorzeitige Plazentaablösung: Erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko bei Kindern

Eine Analyse der PACER-Kohorte mit fast drei Millionen Schwangerschaften zeigt ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Kindern, die unter einer Plazentaablösung geboren wurden. Die Hazard-Ratio für kardiovaskuläre Mortalität liegt bei 4,64 – mit dem größten Anstieg im ersten Lebensjahr.
Hirnmetastasen
Mammakarzinom Forschung

Hirnmetastasen bei Brustkrebs: Immunlandschaften sagen längeres Überleben voraus

Eine aktuelle Analyse des Tumormikromilieus identifiziert zwei Immunlandschaften, die mit einem verlängerten Überleben bei Brustkrebs assoziiert sind. Geweberesistente Gedächtnis-T-Zellen und geordnete Immunzellansammlungen rücken als prognostische Marker in den Fokus – mit Potenzial für personalisierte Therapien.
Closeup of doctor hands in protective gloves injecting vaccination in arm of unrecognizable female patient in clinic,
Impfschutz Schwangerschaft

Influenza- und COVID-19-Impfung: Schwangere zu selten geschützt

Influenza- und COVID-19-Impfung in der Schwangerschaft: Eine norwegische Registerstudie mit 50.000 Frauen zeigt deutliche Impflücken – nur 29,9 Prozent erhielten eine Grippeimpfung, 12,1 Prozent eine COVID-19-Impfung. Welche regionalen und altersspezifischen Unterschiede sich zeigen und was das für die Praxis bedeutet.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.