Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Pulsed Field Ablation verdoppelt fast Erfolgsrate bei persistierendem Vorhofflimmern
Erstlinientherapie neu gedacht

Pulsed Field Ablation verdoppelt fast Erfolgsrate bei persistierendem Vorhofflimmern

|von Simone Ritter

Bislang verlangen Leitlinien vor einer Katheterablation bei persistierendem Vorhofflimmern einen Therapieversuch mit Antiarrhythmika. Dass dieser Umweg möglicherweise verzichtbar ist, legen aktuelle Daten einer internationalen randomisierten Studie nahe. Die direkt eingesetzte Pulsed Field Ablation erreichte nach 12 Monaten eine fast doppelt so hohe Erfolgsrate wie die medikamentöse Rhythmuskontrolle – bei vergleichbarer Sicherheit. Ein möglicher Paradigmenwechsel für die rhythmologische Versorgung.

Herz mit Gefäßen vor schwarzem Hintergrund - Vorhofflimmern
Persistierendes Vorhofflimmern betrifft Millionen Patienten weltweit – die Pulsed Field Ablation könnte den bisherigen Therapiealgorithmus verändern. (© Елена Бутусова/stock.adobe.com)

Persistierendes Vorhofflimmern (VHF) gilt als therapeutische Herausforderung: Die Rezidivraten unter Antiarrhythmika sind hoch, eine Katheterablation wird gemäß aktueller Leitlinien jedoch erst nach erfolgloser medikamentöser Rhythmuskontrolle empfohlen. Ob die Pulsed Field Ablation (PFA) – ein nicht thermisches Verfahren mit selektiver Wirkung auf kardiales Gewebe – bereits als Erstlinientherapie überlegen sein könnte, hat die internationale AVANT GUARD-Studie geprüft.

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