Diabetes und Urlaubsverletzungen: Sonnenbrand, Schnittwunden oder Fußverletzungen am Strand können bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes den Glukosestoffwechsel destabilisieren und Infektionen begünstigen. Gerade bei Neuropathie und CGM-Nutzung können kleine Urlaubsverletzungen unbemerkt gefährlich werden – Aspekte, die vielleicht nicht nur Ihre Patientinnen und Patienten unterschätzen?
Sonnenbrand und Verletzungen: Kleine Ursache, große Wirkung
Kleine Verletzungen bedeuten für den Körper Stress. Er schüttet Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus, die den Glukosespiegel ansteigen lassen können. Gleichzeitig können Entzündungen und Schmerzen die Wirkung des Insulins vorübergehend verändern.
„Viele Menschen mit insulinbehandeltem Diabetes denken bei einem Sonnenbrand oder einer Schnittwunde zunächst nicht an mögliche Folgen für den Stoffwechsel. Doch Schmerzen und Entzündungen können den Glukosespiegel beeinflussen. Deshalb sollten Betroffene in solchen Situationen häufiger messen und Wunden gut beobachten.“
— Prof. Dr. Thomas Haak, Bad Mergentheim
Für viele Patientinnen und Patienten ist dieser Zusammenhang nicht selbstverständlich – denn wer denkt bei einem Sonnenbrand schon an den Blutzucker? Umso mehr sollten Sie Ihre Patientinnen und Patienten aktiv darauf hinweisen, dass auch scheinbar banale Urlaubsverletzungen einen relevanten Einfluss auf den Blutzucker haben können – und ihnen konkrete Handlungsempfehlungen für unterwegs mitgeben.
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