Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Deutliches BMI-Minus bei hypothalamischer Adipositas
Erste zielgerichtete Therapieoption

Deutliches BMI-Minus bei hypothalamischer Adipositas

|von Stephanie Schikora

Nach Tumoren, Operationen oder Verletzungen im Hypothalamus entwickeln viele Betroffene eine kaum beherrschbare Adipositas mit extremem Hunger – klassische Therapien greifen selten. In der Phase-III-Studie TRANSCEND senkte der Melanocortin-4-Rezeptor-Agonist Setmelanotid den BMI nach 52 Wochen um 16,5%, während er unter Placebo um 3,3% stieg. Auch das Hungergefühl ging signifikant zurück. Damit steht erstmals eine gezielte medikamentöse Option zur Verfügung.

Strichzeichnung eines menschlichen Kopfprofils mit dargestelltem Gehirn. Vor dem Kopf befinden sich ein Teller, eine Gabel und ein Messer.
Setmelanotid reduziert BMI und Hungergefühl bei erworbener hypothalamischer Adipositas (© Pabon Art Gallery/stock.adobe.com)

![Setmelanotid bei hypothalamischer Adipositas](© [URHEBER]/stock.adobe.com) Setmelanotid reduziert BMI und Hungergefühl bei erworbener hypothalamischer Adipositas – Ergebnisse der Phase-III-Studie TRANSCEND. (© [URHEBER]/stock.adobe.com)

Eine erworbene hypothalamische Adipositas gilt als besonders therapieresistent. Klassische Ansätze – von der Ernährungsumstellung über Bewegung bis hin zu bariatrischen Eingriffen – stoßen bei dieser Form der Adipositas regelmäßig an ihre Grenzen. Eine gezielte medikamentöse Option fehlte bislang. Eine Phase-II-Studie mit dem Melanocortin-4-Rezeptor-Agonisten Setmelanotid hatte bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert – nun liegen die Daten der Phase-III-Studie TRANSCEND vor.

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