Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Eradikation von H. pylori: Warum Standardtherapien global ins Straucheln geraten
Resistenzen zwingen zum Umdenken

Eradikation von H. pylori: Warum Standardtherapien global ins Straucheln geraten

|von Simone Ritter

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung trägt Helicobacter pylori in sich – doch die Eradikation wird zunehmend schwieriger. Steigende Resistenzraten gegen Clarithromycin, Metronidazol und Levofloxacin lassen Standardtripeltherapien in vielen Regionen ins Leere laufen. Ein aktueller Übersichtsartikel beleuchtet regionale Resistenzmuster, ordnet aktuelle Leitlinienempfehlungen ein und stellt neue therapeutische Ansätze vor – von vonoprazanbasierten Regimen über gastroretentive Wirkstoffträger bis hin zu nicht antibiotischen Strategien.

Helicobacter pylori
Helicobacter pylori: Steigende Antibiotikaresistenzen erschweren die Eradikation weltweit und erfordern regional angepasste Therapiestrategien. (© Kateryna_Kon/stock.adobe.com)

Helicobacter pylori (H. pylori) infiziert weltweit über 50% der Menschen und gilt seit 2021 im US-Karzinogenreport als definitives Karzinogen mit Assoziation zu MALT-Lymphom (mucosa-associated lymphoid tissue) und Magenadenokarzinom. Rund 89% aller Magenkarzinome werden auf H. pylori zurückgeführt – das entspricht etwa 5,5% aller Krebserkrankungen weltweit. Ein indisch-malaysisches Autorenteam hat die aktuelle Datenlage zu Prävalenz, Resistenzsituation und Therapieinnovationen systematisch aufgearbeitet.

Prävalenz mit starkem Nord-Süd-Gefälle

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