GLP-1-Rezeptoragonisten sind aus der Typ-2-Diabetes-Therapie kaum mehr wegzudenken – doch im Versorgungsalltag setzen viele Betroffene die Präparate früh ab: Im ersten Jahr sind dies 4 von 10 der Behandelten, nach 2 Jahren sogar etwa 6 von 10, so eine aktuelle Analyse US-amerikanischer Versichertendaten, präsentiert auf der Jahrestagung der Endocrine Society (ENDO) 2026 in Chicago. Dabei haben sich gastrointestinale Nebenwirkungen als eine der zentralen modifizierbaren Stellschrauben herauskristallisiert. Immerhin: Mehr als die Hälfte der Abbrecher startet ihre GLP-1-RA-Therapie innerhalb von 12 Monaten erneut.
Abgesetzt, wieder aufgenommen – ein häufiges Muster der GLP-1-RA-Therapie bei Diabetes
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Glucagon-like-Peptide-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) gehören zu den tragenden Säulen der modernen Typ-2-Diabetes-Therapie. Neben der glykämischen Wirkung überzeugen sie durch nachgewiesene kardiorenale Effekte und eine relevante Gewichtsreduktion. Doch während die Adhärenzraten in randomisierten Studien meist hoch ausfallen, sieht die Versorgungsrealität anders aus: Viele Patientinnen und Patienten setzen die Präparate früher ab als vorgesehen.
Angesichts der stetig wachsenden Indikationsbreite – inklusive neuerer Substanzen wie Semaglutid und Tirzepatid – fehlten bislang belastbare Real-World-Daten zu Abbruch- und Wiederaufnahmemustern unter Alltagsbedingungen.
„Unsere Studie hat 2 Fragen gestellt, die bislang nicht gut beantwortet waren: Wie viele Menschen mit Typ-2-Diabetes, die GLP-1-Medikamente einnehmen, setzen sie tatsächlich ab? Und wie viele beginnen sie erneut?“
— Sainikhil Sontha, Boston University School of Public Health
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