Beim resektablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom ist perioperatives Nivolumab plus Chemotherapie längst Standard – doch wer profitiert wirklich? Eine neue Biomarkeranalyse der CheckMate-77T-Studie liefert jetzt klare Antworten: Patienten mit präoperativer ctDNA-Clearance und pathologischer Komplettremission haben die besten Aussichten auf einen langfristig stabilen Verlauf. Selbst Hochrisiko-Mutationen wie KEAP1 oder STK11 bremsen den Erfolg nicht. Ein wichtiger Schritt zur individualisierten Immuntherapie.
NSCLC: ctDNA-Clearance und MRD-Status entscheiden über den Therapieerfolg unter Nivolumab
Beim resektablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) der Stadien IIA–IIIB hat sich die neoadjuvante Kombination aus Nivolumab und platinbasierter Doublet-Chemotherapie längst als Therapiestandard etabliert. Grundlage dafür sind die Studien CheckMate 816 und CheckMate 77T, die signifikante Verbesserungen bei pathologischer Komplettremission (pCR), ereignisfreiem Überleben (EFS) und Gesamtüberleben (OS) zeigten. Doch nicht jeder Patient profitiert gleichermaßen – und bislang fehlten verlässliche Marker, um den individuellen Nutzen abzuschätzen. Besonders Patienten mit nachweisbarer zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA), fehlender pCR, minimaler Resterkrankung (MRD) oder Alterationen in Treibergenen wie KEAP1, STK11, CDKN2A oder SMARCA4 gelten als prognostisch ungünstig. Könnte die molekulare Diagnostik hier den entscheidenden Hinweis liefern – und die Therapie endlich wirklich personalisieren?
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