Startseite Alle Beiträge

Neuste Artikel

Automatisches Speichern von WhatsApp-Bildern deaktivieren
Digitale Selbstdiagnose

KI-Diagnose statt Arztbesuch: Jeder Dritte verzichtet auf die Praxis

Immer mehr Menschen in Deutschland holen sich vor dem Arztbesuch eine KI-Diagnose bei ChatGPT und Co. ein – 46% haben das bereits getan, fast jeder Dritte verzichtet danach ganz auf die Praxis. Eine Studie der Pronova BKK zeigt, wie stark vor allem junge Patienten der Technologie vertrauen und warum 56% den ärztlichen Rat trotzdem für verlässlicher halten.
Multiples Myelom (Biopsie)
Progressionsrisiko halbiert

Mezigdomid verdoppelt PFS beim rezidivierten multiplen Myelom

Beim vorbehandelten multiplen Myelom werden die Optionen schnell knapp. Jetzt liefert die Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 starke Argumente für eine neue Tripeltherapie: Mezigdomid plus Carfilzomib-Dexamethason verdoppelte das progressionsfreie Überleben von 8,3 auf 18,0 Monate – und das konsistent über alle Subgruppen hinweg, beispielsweise auch bei Hochrisikozytogenetik. Auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA 2026) in Stockholm wurde diese Tripletherapie daher als möglicher neuer Therapiestandard avisiert.
Inkontinenz-Schild in Arzthand
Raus aus der Tabuzone

Stuhlinkontinenz: Neue Analeinlage verbessert Lebensqualität

Eine flüssigkeitsgefüllte Analeinlage als neue Option bei Stuhlinkontinenz konnte in einer randomisierten Studie den Schweregrad zwar nicht signifikant senken, verbesserte aber spürbar die Krankheitsbewältigung und reduzierte depressive Belastung.
Das Wort Leitlinie steht in einer Blase, die von einer Person in Kittel und Stethoskop abgehört wird
Herz und Gefäße im Blick

Erstmals S3-Leitlinie zur kardiovaskulären Prävention bei Rheuma

Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Thromboembolien treten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung – bei manchen Entitäten in einer Größenordnung, die mit einem Diabetes mellitus vergleichbar ist. Erstmals hat die DGRh praxisnahe Empfehlungen zur Risikoerfassung, Therapieauswahl und Prävention kardiovaskulärer Ereignisse in einer S3-Leitlinie gebündelt. Zentral sind eine konsequente Kontrolle der Krankheitsaktivität, ein risikoadaptierter Einsatz antirheumatischer Substanzen sowie eine konsequente Therapie klassischer Risikofaktoren.
Zeichen für einen Rote Hand Brief
AkdÄ informiert

Rote-Hand-Brief zu Ixchiq: Chikungunya-Impfstoff nur noch bei hohem Infektionsrisiko

Der Chikungunya-Lebendimpfstoff darf laut EMA und Paul-Ehrlich-Institut nur noch bei Personen mit hohem Infektionsrisiko angewendet werden. Grund sind schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, darunter Fälle von aseptischer Meningitis mit Krankenhausaufenthalten und Todesfällen. Bei Immunsuppression besteht eine Kontraindikation.
Hitzewallungen bei Frau mit Fächer
Symptome lassen sich lindern

Hitzewallungen in den Wechseljahren: Welche Therapien wirklich helfen

Von der Hormonersatztherapie über Neurokinin-B-Hemmer bis zu pflanzlichen Präparaten reicht das Behandlungsspektrum gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren. Gynäkologin Katrin Schaudig plädiert für einen sachlichen Blick auf Hormone und gibt gemeinsam mit dem BIÖG praktische Alltagstipps, die Patientinnen die belastenden Symptome spürbar erleichtern können.
Zwei parallel verlaufende und sich teilende Eisenbahnschienen in einer ländlichen Landschaft mit Bäumen, Wiesen und blauem Himmel.
Personalisierung kommt in der klinischen Realität an

Ovarialkarzinom erfolgreich therapieren: Bessere Strategie schlägt mehr Wirkstoffe

Nicht die Zahl neuer Substanzen ist es, was beim Ovarialkarzinom über den Therapieerfolg entschiedet, sondern die intelligente Sequenz aus optimaler Chirurgie, Chemotherapie, PARP-Inhibitoren, Antiangiogenese und – in selektierten Subgruppen – Immuntherapie. Tumorbiologie und Biomarker rücken damit ins Zentrum einer personalisierten Behandlungsstrategie.
Thrombose
Postthrombotisches Syndrom: Stent statt nur Strumpf?

Endovaskuläre Therapie verschafft Patienten mit PTS spürbar Luft

Wenn nach einer tiefen Venenthrombose ein moderates bis schweres postthrombotisches Syndrom bleibt, sind Kompression und konservative Maßnahmen oft das Ende der Fahnenstange – mit überschaubarem Erfolg. Die randomisierte C-TRACT-Studie hat geprüft, ob eine endovaskuläre Rekanalisation der iliakalen Strombahn mit Stentimplantation zusätzlich zur Standardversorgung die Beschwerden und die Lebensqualität messbar verbessert. Die Ergebnisse fallen klar zugunsten der Intervention aus – allerdings nicht ohne Preis.
Nahaufnahme der Hände einer älteren Frau, die verschiedene Tablettenblister hält
GLP-1-RA als Chance zur Reduktion der Medikationslast?

Adipositas erklärt bis zu 25% der Polypharmazie bei Senioren

Ältere Menschen mit Adipositas nehmen nicht selten 5 oder mehr Medikamente gleichzeitig ein – doch wie groß ist der Anteil der Polypharmazie, der tatsächlich auf die Adipositas zurückgeht? Eine neue NHANES-Analyse liefert erstmals belastbare Zahlen. Und sie macht deutlich: GLP-1-Rezeptoragonisten könnten die Medikationslast im Alter zwar spürbar senken – die Mehrheit der Polypharmazie-Fälle werden sie aber nicht auflösen.
Anzeige

HPV-Impfung ab 27: Evidenz, Praxisrelevanz und Gesprächsstrategien

Bei HPV besteht ein mögliches lebenslanges Infektionsrisiko; eine Ansteckung ist nicht nur im Teenageralter möglich.¹ Deshalb kann eine HPV-Impfung auch für Frauen ab 27 Jahren individuell sinnvoll sein.²˒³
Eine Person im weißen Kittel mit Stethoskop zeigt mit beiden Zeigefingern auf Holzwürfel, auf denen das Wort „HITZE“ geschrieben steht.
Große Sorgen wegen Hitze

Hitze in Deutschland: Jeder Dritte klagt über Gesundheitsbeschwerden

Hitze belastet die Gesundheit in Deutschland immer stärker: Rund ein Drittel der Menschen berichtet laut DAK-Hitzereport 2026 von körperlichen Beschwerden – von Müdigkeit über Kreislaufprobleme bis zu Schlafstörungen. Frauen sind fast doppelt so häufig betroffen wie Männer. Eine neue Meta-Studie zeigt zudem gravierende psychische Folgen von Hitzewellen.
Frauenhand stoppt fallende Holzklötz
Neuer Hebel gegen KRAS-Tumoren

Gallengangskrebs mit KRAS-Mutation: PARP-1-Hemmung stoppt Tumorwachstum

Intrahepatische Cholangiokarzinome mit KRAS-Mutation gelten als besonders aggressiv und schwer behandelbar. Eine Studie des UKSH Lübeck identifiziert nun das Enzym PARP-1 als zentralen Treiber dieser Tumoren. Die gezielte Hemmung reduzierte das Tumorwachstum in präklinischen Modellen deutlich und eröffnet neue Perspektiven für personalisierte Therapien bei Gallengangskrebs.