Beim vorbehandelten multiplen Myelom werden die Optionen schnell knapp. Jetzt liefert die Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 starke Argumente für eine neue Tripeltherapie: Mezigdomid plus Carfilzomib-Dexamethason verdoppelte das progressionsfreie Überleben von 8,3 auf 18,0 Monate – und das konsistent über alle Subgruppen hinweg, beispielsweise auch bei Hochrisikozytogenetik. Auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA 2026) in Stockholm wurde diese Tripletherapie daher als möglicher neuer Therapiestandard avisiert.
Mezigdomid verdoppelt PFS beim rezidivierten multiplen Myelom
Beim ersten Rezidiv eines multiplen Myeloms sind heute viele Patienten bereits mit einem Anti-CD38-Antikörper und Lenalidomid vorbehandelt – die therapeutischen Optionen werden damit zusehends knapper. Genau hier setzt Mezigdomid an: Der orale Cereblon-E3-Ligase-Modulator (CELMoD) baut die Transkriptionsfaktoren Ikaros und Aiolos schnell und nahezu vollständig ab. Die Folge: eine deutlich stärkere Zytotoxizität gegen Myelomzellen und eine kräftigere Immunstimulation als bei klassischen immunmodulatorischen Substanzen (IMiDs). Die Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 prüfte, ob sich dieser Mechanismus in einen klinischen Vorteil übersetzt – in Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd).
Medianes PFS mehr als verdoppelt – Progressionsrisiko halbiert
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