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Marc Thill, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie im Markus Krankenhaus, und Anneke Jost, Betroffene, sprechen in einem Interview zum Thema Endometriose.
Frauengesundheit & Diagnostik

Endometriose: Warum mehr Diagnosen ein gutes Zeichen sind

Acht Jahre bis zur Diagnose, zahllose Arztbesuche, unerklärte Schmerzen: Endometriose betrifft jede zehnte Frau und bleibt oft jahrelang unentdeckt. Warum die Erkrankung als „Chamäleon der Gynäkologie" gilt, weshalb steigende Fallzahlen in Hessen Anlass zur Hoffnung geben und wie Betroffene endlich gehört werden.
Grafische Darstellung der Nicht-invasiven Pränataldiagnositk
FOKO Kongressbericht

NIPT in der Kritik: Wird der Pränataltest zu oft eingesetzt?

Seit der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen nutzen 48 % aller Schwangeren den nichtinvasiven Pränataltest (NIPT) – auch in Altersgruppen mit niedrigem Ausgangsrisiko. Bei unter 30-Jährigen bestätigt ein auffälliges Ergebnis nur in etwa der Hälfte der Fälle eine chromosomale Störung. Wird der NIPT entgegen seiner Zweckbestimmung als Routinescreening eingesetzt?
Podcast Cover: Study Snacks Pneumologie 1200x627
05:33 min
Podcast: Study Snacks – Pneumologie

Therapie akuter Exazerbationen bei Zystischer Fibrose | Study Snacks – Pneumologie #030

Kann eine Mikrobiom-gesteuerte Antibiotikatherapie den Behandlungserfolg bei akuten Exazerbationen verbessern? Dieser Frage geht eine aktuelle Folge des Podcasts „Study Snacks" nach – und liefert überraschende Antworten.
Adipositas assoziierte Folgeerkrankungen im Blick

metBMI statt BMI: So lässt sich das metabolische Risiko präziser einschätzen

Eine aktuelle Multi-Omics-Analyse aus Schweden legt die Grenzen des klassischen Body-Mass-Index (BMI) bei Adipositas offen: Bis zu 20% der formal Normalgewichtigen könnten ein bislang unerkanntes metabolisches Risiko tragen. Der neu entwickelte metabolische BMI (metBMI) verspricht eine deutlich präzisere Einschätzung von Fettverteilung und Stoffwechselstörungen – auch bei normalgewichtigen Personen.
Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC); Illustration
Hoffnung bei BPDCN

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat überzeugt bei seltenem Blutkrebs

Pivekimab Sunirin erreicht in der Phase-I/II-Studie CADENZA bei der seltenen, aggressiven blastischen plasmazytoiden dendritischen Zellneoplasie (BPDCN) eine Ansprechrate von 75% bei de-novo-Erkrankten und ein medianes Gesamtüberleben von 16,6 Monaten. Das CD123-gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat hat das Potenzial, die Erstlinientherapie neu zu definieren.
Papier-Silhouette eines Embryos mit rotem Herz vor rosa Hintergrund: Symbolbild für Abtreibung
Mammakarzinom Risikofaktoren

Brustkrebsrisiko nach Abtreibung und Fehlgeburt: Registerdaten geben Entwarnung

Brustkrebsrisiko und Schwangerschaftsabbruch: Eine bevölkerungsbasierte Registeranalyse aus Finnland mit über 31.000 Brustkrebspatientinnen liefert klare Ergebnisse – weder induzierte Abtreibungen noch Fehlgeburten sind mit einem erhöhten Risiko für prä- oder postmenopausales Mammakarzinom assoziiert. Auch Anzahl und Zeitpunkt spielen keine Rolle.
Babygläschen mit Karottenpüreee mit Schnuller daneben
Lebensmittelkriminalität

Rattengift in Hipp-Babybrei: Ermittler fahnden nach Erpresser

Mit Rattengift versetzte Hipp-Gläschen sorgen in Österreich, Tschechien und der Slowakei für Alarm. Während Deutschland bislang verschont bleibt, koordiniert die Kripo Ingolstadt internationale Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Erpresser. Ein zweites manipuliertes Glas „Karotten mit Kartoffeln" bleibt verschwunden – Eltern sollten gezielt auf bestimmte Merkmale achten.
Ein Kuckuck (Cuculus canorus) sitzt zwischen Blättern auf einem Ast
Resilienz und Erholung

Heimische Vogelstimmen: Natur vor der Haustür entspannt am tiefsten

Schon eine Minute Vogelgesang über Kopfhörer hebt die Stimmung, reduziert Stress und steigert die Konzentration. Entscheidend ist jedoch die Herkunft der Klänge: Vertraute Geräusche aus heimischen Wäldern wirken deutlich erholsamer als exotische Soundscapes aus den Tropen. Für den Ausgleich vom Klinikalltag liefert die Natur vor der Haustür den stärksten Effekt.
Darmkrebs Vorsorge
Altersgrenze und Intervalle auf dem Prüfstand

Darmkrebs-Screening ab 45? IQWiG sieht keine belastbare Evidenz

Sollte die Darmkrebs-Früherkennung künftig schon ab 45 statt ab 50 Jahren angeboten werden? Die USA haben hier vorgelegt. Jetzt hat auch das IQWiG im Auftrag des G-BA geprüft, ob eine Absenkung der Altersgrenze oder eine Anpassung der Koloskopie-Intervalle wissenschaftlich gerechtfertigt wäre – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine eigens entwickelte Modellierung liefert dem G-BA nun dennoch Handlungsoptionen.
Lymphknoten (Illustration), einer der Knoten ist angeschnitten sodass man in sein Inneres blicken kann.
Strukturverlust mit Prognose assoziiert

DLBCL: Stromazellen verlieren ihre Architektenfunktion im Lymphknoten

Beim diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom bricht die räumliche Ordnung im Lymphknoten zusammen. Entzündliche Signale programmieren Stromazellen um, strukturgebende Chemokine gehen verloren und die Lymphknotenarchitektur bricht zusammen..All dies geht bei DLBCL-Patietnen mit einem signifikant schlechteren Gesamtüberleben einher. Klinisch relevant ist aktuell allem die prognostische Bedeutung: Chemokin-Signaturen könnten als Biomarker dienen, um aggressive Verläufe frühzeitig zu erkennen.
Ärztin in Schutzhandschuhen dokumentiert Befunde während einer gynäkologischen Untersuchung – regelmäßige Tests auf sexuell übertragbare Infektionen können schwere Folgen verhindern.
Sexuell übertragbare Infektionen

HIV, Syphilis, Gonorrhö: Aktuelle Fallzahlen aus Baden-Württemberg im Überblick

HIV-Meldungen steigen, Syphilis-Fälle gehen zurück, Gonorrhö bleibt auf hohem Niveau – die aktuellen RKI-Daten aus Baden-Württemberg zeichnen ein differenziertes Bild sexuell übertragbarer Infektionen. Auffällig: Rund ein Drittel der HIV-Diagnosen erfolgt erst bei fortgeschrittenem Immundefekt. Was das für Teststrategien, PrEP-Zugang und die gynäkologische Praxis bedeutet.
Fuß eines asiatischen Mannes: Zwei Hände massieren die Fußsohle eines nackten Fußes, der auf einem Holzboden aufliegt.
Einfaches Tool erleichtert Therapieplanung

Fünf klinische Risikofaktoren ermöglichen TIPN-Vorhersage vor Therapiebeginn

Bis zu 70% der mit Taxanen behandelten Patientinnen entwickeln eine periphere Neuropathie – wirksame Präventionsstrategien existieren bislang kaum. Ein neues, prospektiv validiertes Risikomodell auf Basis von 5 klinischen Parametern ermöglicht es, besonders gefährdete Patientinnen bereits vor Chemotherapiebeginn zu identifizieren. Zwischen der niedrigsten und der höchsten Risikogruppe lag die Neuropathierate um fast 37 Prozentpunkte auseinander.