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Neuste Artikel

Mann geht mit Klopapier zur Toilette
Schutz vor Gastroenteritis

Magen-Darm-Infekt: Fünf Hygienetipps schützen Angehörige vor Ansteckung

Eine Gastroenterologin des Berufsverbands bng nennt fünf konkrete Hygienemaßnahmen, mit denen sich Angehörige wirksam vor einer Ansteckung mit Noroviren, Rotaviren und anderen Erregern schützen können – von Händewaschen über Flächendesinfektion bis hin zur richtigen Wäschehygiene bei 60 Grad.
Elektronenmikroskopische Darstellung von Hepatitis-E-Viren
Neuer Hoffnungsträger

Hepatitis E: Bemnifosbuvir stoppt Virusvermehrung im präklinischen Modell

Der bereits gegen Hepatitis C klinisch geprüfte Wirkstoff Bemnifosbuvir hemmt die Replikation des Hepatitis-E-Virus in Zellkultur und Tiermodell. Ein internationales Forschungsteam sieht darin Potenzial für einen baldigen Off-Label-Einsatz – insbesondere bei chronisch infizierten, immunsupprimierten Patientinnen und Patienten.
Darmtrakt mit DNA-Doppelhelix vor blauem Hintergrund
Mikrobiom-Forschung

Darmmikrobiom-Analyse: Shotgun-Metagenomik im systematischen Benchmark

Metagenomsequenzierung des Darmmikrobioms: Ein Team der Uniklinik RWTH Aachen hat erstmals systematisch geprüft, welche Sequenzierungstiefe für taxonomische, funktionelle und stammspezifische Analysen tatsächlich nötig ist – mit klaren Empfehlungen für Studienplanung, Kostenkalkulation und die Vergleichbarkeit zwischen Laboren.
Magen-Darm-Trakt
Intensivmedizin

Selektive Darmdekontamination auf der Intensivstation: Weniger Infektionen, aber kein Überlebensvorteil

Selektive Darmdekontamination bei beatmeten Intensivpatienten: Die internationale SuDDICU-Studie mit 20.000 Patienten zeigt keinen Effekt auf die Krankenhaussterblichkeit, reduziert jedoch Bakteriämien und resistente Erregerisolate deutlich. Warum eine breite klinische Implementierung dennoch fraglich bleibt – die Ergebnisse im Detail.
Stethoskop auf einem Tresen mit Schriftzug „Hausarzt"
Gesundheitspolitik

Hausärzte-Protest in Baden-Württemberg: Wartezimmerplätze gegen Sparpläne gesperrt

In Baden-Württemberg sperren diese Woche Praxen jeden zweiten Wartezimmerplatz, um gegen die Kürzungspläne der Bundesregierung zu protestieren. Besonders die Fixkostendegression in der Hausarztzentrierten Versorgung und die Rücknahme der Entbudgetierung treffen die Praxen – der Verband warnt vor einer Gefährdung der wohnortnahen Versorgung.
Mikrobiom Darmschleimhaut mit Bakterien
Menge wichtiger als Aufnahmemuster

Darmmikrobiom: Tägliche Mikrobenmenge entscheidender als Aufnahmemuster

Ein neues mathematisches Modell zeigt, dass die tägliche Gesamtzahl aufgenommener Mikroorganismen die Diversität der Darmflora stärker beeinflusst als die Verteilung der Einnahme über den Tag. Welche Konsequenzen sich daraus für Probiotika-Dosierung und Ernährungsempfehlungen ableiten lassen.
Hand hält Spritze vor unscharfem Hintergrund
Doppelter Nutzen

Semaglutid schützt Herz und Leber bei Hochrisiko-Adipositas

Adipositas und metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) treten häufig gemeinsam auf und teilen pathophysiologische Mechanismen wie viszerale Adipositas, Insulinresistenz und subklinische Inflammation – was das Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD) zusätzlich erhöht. Eine präspezifizierte Analyse der SELECT-Studie belegt nun für den GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid eine deutliche Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse auch bei erhöhtem FIB-4-Index.
Dialysegerät auf der Intensivstation
Pilotstudie

Präeklampsie: sFlt-1-Apherese verlängert Schwangerschaft um zehn Tage

Präeklampsie und Apherese: Eine neue Antikörper-basierte Adsorptionssäule senkt den sFlt-1-Spiegel im mütterlichen Blut um rund 50 Prozent und verlängert die Schwangerschaft bei früh einsetzender Präeklampsie im Median um zehn Tage. Warum das Verfahren auch für das Geburtsgewicht der Kinder Vorteile bringt.
Mehrere Hände halten farbige Schleifen vor rosa Hintergrund:
Wer ist besonders gefährdet?

Wachsende Gruppe von Krebsüberlebenden – wachsendes Risiko für Zweittumoren

Um rund 22% wird die Zahl der Krebsüberlebenden in den nächsten 10 Jahren steigen, so US-amerikanische Schätzungen. Eine überstandene Krebserkrankung bedeutet aber bekanntermaßen nicht automatisch Entwarnung. Alter, Geschlecht und die erste Tumorart beeinflussen maßgeblich, wie hoch das Risiko für einen weiteren, unabhängigen Krebs ist - eine Erkenntnis, die wichtige Impulse für eine gezieltere Nachsorge liefert.
Person in ruhiger Meditationshaltung auf einer Yogamatte
Krebs besiegt – Lebensqualität gewonnen

Yoga statt Tabletten: Bessere Schlafqualität, weniger Fatigue und Angst

Sanftes Yoga zeigt in der onkologischen Nachsorge bemerkenswerte Effekte: Bereits 2 Yoga-Sitzungen pro Woche können Schlafstörungen, Fatigue, Angst und Stimmungsstörungen messbar lindern – und damit eine nicht medikamentöse Option für gleich 4 zentrale Folgesymptome eröffnen, wie jetzt auf dem ASCO Annual Meeting 2026 zu hören war. Damit sei Yoga ein kostenkünstiger und niederschwelliger nicht medikamentöser Ansatz, der Krebsüberlebenden aktiv angetragen werden sollte, so das Fazit der Autorinnen und Autoren der präsentierten Studie.
Mehrere weiße Tassen mit klarer, gelblicher Gemüsebrühe
Fasten gegen Chemoresistenz

Ovarialkarzinom: Kurzzeitfasten verdreifacht Chemo-Ansprechen

Kurzzeitfasten und Ovarialkarzinom: Beim fortgeschrittenen, high-grade serösen Ovarialkarzinom (HGSOC) gilt Insulin als möglicher Treiber von Tumorprogression und Chemoresistenz. Kurzzeitfasten (short-term fasting, STF) könnte über eine Suppression insulingetriebener Survival-Signale die Wirksamkeit zytotoxischer Therapien steigern – belastbare klinische Daten fehlten dazu bislang. Eine jetzt auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellte Pilotstudie aus Rom liefert nun erstmals einen klaren Hinweis: Fasten wirkt.
Zusätzlicher Schutzmechanismus?

GLP-1-Agonisten bei Brustkrebs: Bessere Überlebensraten bei Adipositas und Diabetes

Brustkrebspatientinnen können mit einer Therpaie mit GLP-1-Rezeptorantagonisten ihr Rezidiv- und Mortalitätsraten reduzieren – sofern sie gleichzeitig stark übergewichtig oder an einen Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Damit wird die Substanzklasse durchaus onkologisch interessant, auch wenn die aktuelle Studienlage noch keine Aussagen darüber zulässt, ob der Effekt rein auf die metabolische Kontrolle durch die „Abnehmspritze" zurückzuführen ist, oder ob eventuell auch darüber hinausgehende Schutzeffekte eine Rolle spielen.