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Reproduktionstrakt & Blase

Der Themenbereich „Reproduktionstrakt & Blase“ bündelt aktuelle Erkenntnisse zu funktionellen, hormonellen und onkologischen Fragestellungen im gynäkologischen Bereich. Die Beiträge beleuchten zentrale Einflussfaktoren auf Zyklus, Fertilität und reproduktive Gesundheit.

Darüber hinaus stehen onkologische Entwicklungen im Fokus: von Fortschritten in der Behandlung des Ovarialkarzinoms – einschließlich der Bedeutung erfahrener High‑Volume‑Zentren – bis hin zu neuen Daten zu Zervixkarzinom‑Therapien. Auch immunologische und mikrobiologische Einblicke, etwa zur Rolle der vaginalen Mikroflora, erweitern den Blick auf Prävention, Diagnostik und individualisierte Therapie.

Neuste Artikel

Stilisierte Darstellung der weiblichen Fortpflanzungsorgane mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund mit Zellstrukturen, DNA-Molekülen und Krebsschleifen.
Forschende entdecken Schutzschild des Tumors

Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt

Warum sprechen Patientinnen mit High-Grade Serous Carcinoma so häufig nicht auf Platin und Taxane an? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt ein US-amerikanisches Forschungsteam: Eine IL-1β-gesteuerte Entzündungskaskade lockt Neutrophile in den Tumor – und sabotiert dort die Wirksamkeit der Chemotherapie. Der Mechanismus dahinter: Die angelockten Immunzellen setzen sogenannte NETs frei – netzartige Strukturen, die Krebszellen regelrecht vor den Medikamenten abschirmen.
Drei Frauen unterschiedlichen Alters im Profil nebeneinander
Genetische Risikoanalyse

Familiärer Brustkrebs: Jeder fünfte Verwandte trägt Risikogen

Fast 20% der gesunden Verwandten von Brust- und Eierstockkrebspatientinnen tragen pathogene Genvarianten – bei Männern sogar mehr als ein Drittel. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Tumorsuppressorgene BRCA1 und BRCA2 – doch auch Varianten in weiteren Genen können das Krebsrisiko in betroffenen Familien erheblich erhöhen.
Lupe fokussiert auf rote Spielfigur inmitten weißer Figuren
Diagnostische Lücke schließt sich

Kombiniertes Zervix-Screening deckt deutlich mehr Adenokarzinom-Vorstufen auf

Seit 2020 setzt Deutschland bei Frauen ab 35 Jahren auf die Kombination aus HPV-Test und Zytologie - mit Erfolg, wie die Ergebnisse einer bundesweiten Auswertung deutscher Krebsregisterdaten nun nahelegen: Die Zahl diagnostizierter Adenocarcinomata in situ ist seither deutlich gestiegen – mit einem jährlichen Zuwachs von 27,5% in der Zielgruppe. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome hin, einer Tumorform, bei der die konventionelle Zytologie an ihre Grenzen stieß.
Pärchen hält Händchen beim Arzt
Kleines Risiko, große Unsicherheit

Assistierte Reproduktion und hormonabhängige Krebserkrankungen: Signal oder Störgröße?

Erhöhen ART, intrauterine Insemination oder Clomifencitrat das Risiko für hormonabhängige Tumoren? Eine australische Kohortenstudie mit rund 1,75 Millionen Frauen liefert differenzierte Antworten: Zwar zeigen sich für Mamma-, Ovarial-, Uterus- und Schilddrüsenkarzinome erhöhte Hazard Ratios nach reproduktionsmedizinischer Behandlung – die Absolutzahlen bleiben jedoch klein. Vieles spricht dafür, dass Detektionsbias und nicht erfasste Confounder wie Endometriose oder PCOS die beobachteten Assoziationen zumindest teilweise erklären.
Transgender-Symbol vor rosa-blauem Hintergrund
Ungleiche Krebsprävention

Queere Menschen seltener bei gynäkologischer Krebsvorsorge

Wer als Frau geboren wurde, sich aber nicht als solche identifiziert, geht seltener zur Vorsorge. Gleich gilt für homo- und bisexuelle Frauen. Wissenschaftler machen Barrieren im Gesundheitssystem dafür verantwortlich.
Zeichen für einen Rote Hand Brief
Rote-Hand-Brief

Desogestrel und Etonogestrel erhöhen Meningeom-Risiko bei Langzeitanwendung

Ein aktueller Rote-Hand-Brief weist auf ein gering erhöhtes Risiko für intrakranielle Meningeome unter längerfristiger Anwendung Desogestrel- und Etonogestrel-haltiger Kontrazeptiva hin. Das Risiko steigt mit der Anwendungsdauer und ist bei Vorbehandlung mit anderen risikobehafteten Gestagenen wie Cyproteron oder Chlormadinon zusätzlich erhöht. Für Frauen mit Meningeom-Anamnese besteht künftig eine Kontraindikation, die Produktinformationen werden entsprechend aktualisiert.
Zwei parallel verlaufende und sich teilende Eisenbahnschienen in einer ländlichen Landschaft mit Bäumen, Wiesen und blauem Himmel.
Personalisierung kommt in der klinischen Realität an

Ovarialkarzinom erfolgreich therapieren: Bessere Strategie schlägt mehr Wirkstoffe

Nicht die Zahl neuer Substanzen ist es, was beim Ovarialkarzinom über den Therapieerfolg entschiedet, sondern die intelligente Sequenz aus optimaler Chirurgie, Chemotherapie, PARP-Inhibitoren, Antiangiogenese und – in selektierten Subgruppen – Immuntherapie. Tumorbiologie und Biomarker rücken damit ins Zentrum einer personalisierten Behandlungsstrategie.
3D-gedruckte Klitoris auf blauem Stoff
Weibliche Anatomie

Klitoris-Anatomie: 3D-Studie entschlüsselt erstmals das Nervennetz

Klitoris-Anatomie und Nervenverlauf: Eine hochauflösende 3D-Studie kartiert erstmals die verzweigten Nervenstrukturen des wichtigsten weiblichen Lustorgans. Die Ergebnisse schließen eine jahrzehntelange Wissenslücke und liefern relevante Hinweise für rekonstruktive Eingriffe im Vulvabereich – etwa nach weiblicher Genitalverstümmelung.
Personen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) könnten einem erhöhten Suizidrisiko ausgesetzt sein. (© Medudy)
3:38 min
Exklusive Fortbildung

PCOS: Studie zeigt erhöhtes Suizidrisiko

Ab sofort verfügbar: Hochwertige Fortbildungsvideos mit freundlicher Unterstützung von Medudy – der führenden Plattform für medizinische Fachinformationen! Thema dieses Videos: Menschen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) könnten ein gesteigertes Risiko für Suizidgedanken haben.
Harninkontinenz: Mit Hilfe einer speziellen App ließen sich Inkontinenzepisoden betroffener Patientinnen signifikant reduzieren.
Digitale Therapien bei Inkontinenz

App gegen Harninkontinenz: Studie zeigt starke Effekte

Ein digitales Selbstmanagement-Programm brachte in einer Studie deutliche Verbesserungen bei Frauen mit Harninkontinenz. Die App kombinierte Beckenbodentraining, Blasentraining, Wissensmodule und Lebensstilstrategien. Nach zwölf Wochen zeigten viele Teilnehmerinnen starke Reduktionen ihrer Beschwerden – deutlich häufiger als in der Kontrollgruppe.
Asian woman play smartphone in the bed at night,
Frauengesundheit

Einfluss von Lichtverschmutzung auf Menstruationszyklus und Mondrhythmus

Der weibliche Zyklus war ursprünglich mit dem Mondzyklus synchronisiert. Doch künstliches Licht stört diese Verbindung. Forscher zeigen, wie sich Lichtverschmutzung auf Fruchtbarkeit und Zykluslänge auswirkt.
intravenöse Infusionen
Chemotherapie

Ovarialkarzinom: NACT und Klinikgröße beeinflussen Überleben

Die Kombination aus neoadjuvanter Chemotherapie und Behandlung in erfahrenen High-Volume-Zentren senkt die Sterblichkeit bei Eierstockkrebs deutlich. Besonders in Kliniken mit hoher Fallzahl profitieren Patientinnen von längerer Überlebenszeit.