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Neue ASH-Leitlinie 2025

AML-Behandlung bei älteren Patienten: Mehr Optionen, mehr Präzision

|von Stephanie Schikora

Eine kritische Evaluation der aktuellen Evidenz verspricht die aktualisierte ASH-Leitlinie zur Behandlung der neu diagnostizierten AML bei älteren Erwachsenen. Zu ihren zentralen Empfehlungen zählen insbesondere die Priorisierung einer aktiven Behandlung gegenüber einer rein supportiven Behandlung, der bevorzugte Einsatz venetoclaxbasierter Kombinationstherapien anstelle von Monotherapien sowie die Integration von FLT3-Inhibitoren in die etablierte Induktions- und Konsolidierungstherapie.

Akute myeloische Leukämie (AML)-Zellen im Blutkreislauf – isometrische Ansicht
Die ASH-Leitlinie 2025 empfiehlt für ältere AML-Patienten individualisierte aktive Therapieschemata, auch eine intensive Chemotherapie oder eine kurative Stammzelltherapie bei fitten Patienten. (© LASZLO/ stock.adobe.com)

Über Jahrzehnte war die Standardtherapie der akuten myeloischen Leukämie (AML) eine intensive Chemotherapie mit dem Ziel, Leukämiezellen zu eliminieren und eine rasche Remission zu erzielen. Noch vor 20 Jahren erhielten zwei Drittel der über 65-Jährigen keine Chemotherapie. Heute hat sich die Therapielandschaft grundlegend gewandelt: Wirksamere und individualisierte Ansätze prägen die Versorgung.

Damit ist die AML-Behandlung ist heute zwar deutlich personalisierter – die Entscheidungen jedoch sind wesentlich komplexer. Die Therapie wird zunehmend auf Alter, Fitness und genetisches Profil des Patienten abgestimmt. Zudem müssen krankheitsbedingte Risikofaktoren, Komorbiditäten, Patientenpräferenzen sowie Nutzen-Risiko-Abwägungen in die mit einfließen.

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