Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Polatuzumab vedotin (Pola) ist bisher in Kombination mit BR zur Zweitlinientherapie des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) zugelassen. Die PELARGO-Studie belegt jetzt ein akzeptables Nutzen-Risiko-Verhältnis für das ADC in Kombination mit Rituximab plus Gemcitabin und Oxaliplatin (R-GemOx).
DLBCL: ADC flexibel kombinierbar
Die Kombination von Pola mit R-GemOx (Pola-R-GemOx) erweitert das Spektrum der Therapieoptionen beim r/r DLBCL, ist Prof. Dr. Matthew Matasar vom Rutgers Cancer Institute in New Brunswick überzeugt. Er stellte anlässlich des EHA2025 Ergebnisse der PELARGO-Studie vor, an der Patient*innen mit r/r DLBCL nach einer oder mehreren Vortherapien teilnahmen, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation infrage kamen. Im randomisierten Studienteil wurden 255 Patienten entweder mit Polatuzumab vedotin plus R-GemOx (n=129) oder mit R-GemOx (n=126) behandelt. Das Gesamtüberleben (OS), primärer Endpunkt der Studie, ergab nach einer medianen Beobachtungsdauer von 24,6 Monaten ein um 40% verringertes Sterberisiko mit Pola-R-GemOx im Vergleich zu R-GemOx (Hazard ratio [HR] 0,60; 95% Konfidenzintervall [KI] 0,43–0,83; p=0,0017). Das mediane OS lag mit Pola-R-GemOx bei 19,5 Monaten, mit R-GemOx bei 12,5 Monaten. Das Risiko für Progress oder Tod sank mit Pola-R-GemOx um 6 % (HR 0,37; 9 % KI 0,27–0,51; p<0,0001). Das mediane PFS lag mit ADC in Kombination mit R-GemOx bei 7,4 Monaten, mit R-GemOx bei 2,7 Monaten.
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